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Presseinformation 05.05.2009 Genmais bleibt verboten Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag von Monsanto ab
Die 2. Kammer des Gerichts hat den Eilantrag der Firma Monsanto gegen das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angeordnete Verbot, Genmais der Linie MON 810 anzubauen, abgelehnt. Der Beschluss der Kammer erging gestern. Die Entscheidung wurde den Verfahrensbeteiligten mit schriftlicher Begründung heute Vormittag zugeleitet.
In der Begründung heben die Richter hervor: Nach vorläufiger Prüfung bestehe eine Gefahrenlage, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlange. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen zweifelsfrei Gefahren für die Umwelt herzuleiten sind. Es genüge, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden können. Die auf dieser Grundlage durchzuführende Risikoermittlung und -bewertung sei Aufgabe der Behörde, der insoweit ein Beurteilungsspielraum (eine "Einschätzungsprärogative") zukomme. Das Gericht habe nur zu prüfen, ob die Behörde die Risiken ausreichend ermittelt und willkürfrei bewertet habe. Dies sei hier der Fall.
Es gebe zwar keine gesicherten Erkenntnisse darüber, dass der Genmais zu erhöhten Gefahren für die Umwelt führe. Neuere Untersuchungen könnten jedoch darauf hindeuten, dass der im Genmais produzierte Giftstoff nicht nur gegen den Schädling wirke, der damit bekämpft werden solle, sondern auch gegen weitere Insekten. Außerdem sei nach aktuellen Studien davon auszugehen, dass sich die Genmais- Pollen deutlich weiter verbreiten können, als dies bisher angenommen wurde.
Damit hat erstmals ein deutsches Gericht in einem Eilverfahren die Rechtmäßigkeit eines Genmais-Verbotes bestätigt. Weil die Entscheidung im Eilverfahren ergangen ist, hat eine mündliche Verhandlung nicht stattgefunden.
Das Gericht hatte auf den Eilantrag eine vorläufige Entscheidung zu treffen. Hiergegen ist das Rechtsmittel der Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gegeben. Die endgültige Entscheidung ist dem Hauptsacheverfahren vorbehalten. Auch dieses Verfahren ist bereits beim Verwaltungsgericht anhängig. Wann es dort zu einer Verhandlung und Entscheidung kommen wird, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen.
(Aktenzeichen des Eilverfahrens: 2 B 111/09, des Klageverfahrens: 2 A 110/09)
Ansprechpartner:
Dr. Torsten Baumgarten Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht / Pressesprecher Telefon: 0531 488 -3018 oder -3020 Fax: 0531 488 -3001 E-Mail: torsten.baumgarten (at) justiz.niedersachsen.de
Liebe Freundinnen und Freunde,
wer nach dem Genmaisverbot gehofft hatte, die CSU würde zu gentechnikkritischer Vernunft gelangen, sieht sich getäuscht. Landwirtschaftsministerin Aigner genehmigte am 27. April 2009 Freisetzungsexperimente mit der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" von BASF. Seehofer hatte zuvor darauf gedrängt, den Versuchsanbau von Amflora zu untersagen. Dabei hatte er in seiner Amtszeit für eine Zulassung der Genkartoffel in der EU gestimmt und selbst großflächige Freisetzungsversuche mit Amflora in Deutschland genehmigt.
Unsere Bewertung und weiter Hintergründe findet ihr in der angehängten Info.
Beste Grüße
Eure Renate Künast
- - - Claudia Striffler Referentin der Fraktionsvorsitzenden Renate Künast Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag Platz der Republik 1 11011 Berlin
Raum JKH 1.542 Tel: ++49-(0)30-227-71918 Fax: ++49(0)30-227-76913 claudia.striffler (at) gruene-bundestag.de
Ein Jahr "ohne Gentechnik"Ein Jahr "ohne Gentechnik" Kennzeichnung für Lebensmittel / Greenpeace fordert ein gesetzliches Siegel
Hamburg (ots) - Greenpeace fordert ein einheitliches Siegel für gentechnikfrei produzierte Lebensmittel. Seit dem 1. Mai 2008 können Lebensmittelhersteller ihre Waren als gentechnikfrei kennzeichnen, wenn auf Gen-Pflanzen im Tierfutter und gentechnisch veränderte Zusätze verzichtet wird. Nach anfänglichem Zögern setzen immer mehr Unternehmen auf die verbraucherfreundliche Kennzeichnung. Nach Auffassung von Greenpeace fehlen bisher jedoch ein gesetzliches Logo und eine Informationskampagne der Bundesregierung, um die Vorteile der Kennzeichnung bekannter zu machen.
"Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Logos für gentechnikfreie Lebensmittel", sagt Gentechnik-Experte Alexander Hissting von Greenpeace. "Verbraucher wollen jedoch eine verlässliche Kennzeichnung, ähnlich dem EU-Biosiegel. Der gentechnikfreie Qualitätsstandard kann nur erfolgreich sein, wenn Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ein einheitliches Siegel auf den Weg bringt."
Gentechnisch veränderte Lebensmittel müssen seit April 2004 als solche gekennzeichnet sein. Von der Regelung ausgenommen sind bisher tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Tierfutter erzeugt wurden. Obwohl die meisten Verbraucher den Anbau von Gen-Mais und Gen-Soja ablehnen, müssen sie die umstrittene grüne Gentechnik in Kauf nehmen. Die freiwillige Kennzeichnung "ohne Gentechnik" ist ein erster Schritt zum Schließen dieser Lücke.
Staatliche Kontrolleure überwachen seit einem Jahr, ob gekennzeichnete Lebensmittel weder Gen-Pflanzen noch gentechnisch veränderte Zusatzstoffe enthalten. Bei der Produktion von Milch, Eiern und Fleisch müssen Gen-Pflanzen auch aus dem Tierfutter verbannt sein. Eine Molkerei muss zum Beispiel garantieren, dass drei Monate vor der Produktion von gentechnikfreier Milch keine Gen-Pflanzen mehr verfüttert wurden.
"Vor allem die vom Milchpreis gebeutelten Milchbauern und Molkereien können von der Kennzeichnung profitieren", sagt Hissting. "Verbraucher sind bereit, für hochwertigere gentechnikfreie Milch einen höheren Preis zu bezahlen."
Im Molkereisektor wird die Kennzeichnung daher am meisten angewandt. Unter anderen wirbt die Marke "Landliebe" seit einigen Monaten mit der neuen Kennzeichnung. Auch die Händler tegut und Alnatura kennzeichnen Milchprodukte ihrer Eigenmarke mittlerweile mit "ohne Gentechnik".
Achtung Reaktionen: Rückfragen bitte an Alexander Hissting, Tel. 0171-8781 185, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel. 040-30618-343. Internet: www.greenpeace.de Originaltext: Greenpeace e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6343 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6343.rss2
Pressemitteilung vom 29. April 2009 Gentechnik-Umfrage von Forsa: Mehrheit der Bundesbürger will Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" auf Lebensmitteln
Berlin: Mehr als drei Viertel der Bundesbürger wünschen, dass Handelsketten und Lebensmittelindustrie das Label "Ohne Gentechnik" einsetzen. Weniger als ein Fünftel der Befragten hält dies nicht für sinnvoll. Weibliche Kundinnen erwarten sogar zu vier Fünftel eine Positivkennzeichnung tierischer Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, wenn zu ihrer Herstellung kein gentechnisch verändertes Futter eingesetzt wurde. Am stärksten plädieren Anhänger von Grünen, SPD und CDU/CSU für die Kennzeichnung. Etwas weniger ausgeprägt ist dies bei Kunden, die eher der FDP oder den Linken zuneigen.
An der Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" würden sich beim Einkauf 73 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher orientieren und eher Produkte kaufen, die diesen Hinweis tragen. Bei einem Viertel der Bundesbürger würde eine solche Kennzeichnung die Kaufentscheidungen eher nicht beeinflussen.
Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der vorigen Woche vom Meinungsforschungsinstitut Forsa unter 1002 Bundesbürgern durchführen ließ. Anlass ist die mittlerweile einjährige Gültigkeit einer am 1.5.2008 in Kraft getretenen Verordnung, nach der Unternehmen freiwillig tierische Produkte mit dem Aufdruck "ohne Gentechnik" kennzeichnen können.
"Leider gibt es bisher zu wenige Lebensmittelhersteller, die das Label `Ohne Gentechnik` einsetzen und offensiv mit dieser Kennzeichnung werben", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Vorreiter sind unter anderen FrieslandCampina, Neuland, die Handelskette tegut und die Upländer Bauernmolkerei. Vor allem große Lebensmittelketten wie Edeka, Lidl, Aldi, Rewe und Tengelmann müssen diesen Beispielen folgen. Es ist unverständlich, warum die Lebensmittelindustrie den Wunsch ihrer Kundinnen und Kunden ignoriert und nicht stärker mit dem Label `Ohne Gentechnik` wirbt."
Leider verpflichte das EU-Recht die Lebensmittelhersteller derzeit nicht, tierische Produkte, zu deren Herstellung gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt wurden, auch entsprechend zu kennzeichnen. Umso wichtiger sei die Möglichkeit des freiwilligen Labellings mit dem Aufdruck "Ohne Gentechnik". Es gewährleiste allen Kunden, die eine garantiert gentechnikfreie Lebensmittelproduktion wünschten, Sicherheit und Entscheidungsfreiheit.
Weiger: "Die Ergebnisse unserer Umfrage senden ein klares Signal an Lebensmittelindustrie, Handelsketten und Bundesregierung: Die Deutschen wollen Lebensmittel, bei deren Herstellung keine Gentechnik im Spiel ist. Damit sie sich auch bei tierischen Produkten für gentechnikfreie Lebensmittel entscheiden können, muss Agrarministerin Ilse Aigner endlich ihre seit langem angekündigte Informationskampagne über das Siegel `Ohne Gentechnik` durchführen."
Aktion: Bislang will Deutschlands größter Lebensmittelhändler das Siegel "Ohne Gentechnik" nicht einsetzen. Fordern Sie dies von Edeka per Internet unter http://www.bund.net/ bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/aktion_ohne_gentechnik
Alle Ergebnisse der BUND/Forsa-Umfrage finden Sie unter fileadmin/bundnet/pdfs/gentechnik/20090428_gentechnik_ forsa_umfrage_kennz._gentechnik.pdf
Pressekontakt: Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim BUND, Tel. 030-27586-456 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489, Fax: -440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net
Relevanz der Gentechnikfreiheit für die regionale Vermarktung.Eine Studie der Bodensee-Stiftung zur Relevanz der Gentechnikfreiheit für die regionale Vermarktung.
Bioland Landesverband Baden-Württemberg Schelztorstr. 49 73728 Esslingen Tel.: 0711/550939-48 Fax: 0711/550939-50
Laborfehler beim Agrokonzern MonsantoAgrokonzern Monsanto in Erklärungsnot: In Südafrika ernten Bauern leere Maiskolben, Ursache sei angeblicher Laborfehler des US-Unternehmens Von Wolfgang Pomrehn Das sind Nachrichten, die ein weltweit führendes Saatgutunternehmen nicht so gern verbreitet sieht: In Südafrika schauen in diesem Jahr die Maisfarmer in die Röhre. Zumindest jene, die den Fehler gemacht haben, beim US-Konzern Monsanto einzukaufen. Nach einem Bericht der Internetausgabe der südafrikanischen Sonntagszeitung Rapport hat die gentechnisch veränderte Maissaat Monsantos auf 82000 Hektar nahezu sterile Pflanzen hervorgebracht. Das Getreide sei normal gewachsen, zeige auch keinerlei Schädlings- oder Pilzbefall, hieß es. Nur die Kolben enthielten sehr wenige oder gar keine Körner. 280 von 1000 Bauern, die drei gentechnisch veränderte Monsanto-Sorten ausgesät hatten, seien betroffen. Der besondere »Clou«: Den Pflanzen war nicht nur die Resistenz gegen ein Unkrautvernichtungsmittel - natürlich eines von Monsanto - gentechnisch eingebaut worden, die Manipulationen sollten auch zu vermehrtem Ertrag führen. Bis 80 Prozent Verlust Betroffen sind vermutlich zwischen drei und vier Prozent der südafrikanischen Ernte, wenn man die gesamte Maisanbaufläche des Landes von 2008 zugrunde legt. Umweltschützer forderten eine Untersuchung durch die Regierung und ein sofortiges Verbot aller gentechnisch manipulierten Nahrungsmittel. Letztere sind in Südafrika weit verbreitet, ohne daß es eine Kennzeichnungspflicht gibt. Rapport zitiert Marian Mayet vom »Afrika-Zentrum für Biologische Sicherheit« in Johannesburg. Die geht davon aus, daß der Verlust bei einigen Bauern 80 Prozent betrage. Es könne nicht sein, daß ein einziger Fehler in einem Laboratorium, von dem Monsanto spricht, zu so großen Ausfällen bei gleich drei Sorten führte. Der Fehler sei die Gentechnik, so Mayet. Monsanto bemüht sich unterdessen, die Wogen zu glätten. Während ein Konzernsprecher meint, der Verlust betrage »weniger als 25 Prozent«, hat man den betroffenen Bauern unaufgefordert Kompensation angeboten. Sprecher von Bauerngenossenschaften zeigten sich mit den versprochenen Entschädigungen gegenüber Rapport zufrieden. Andererseits gibt es auch in der südafrikanischen Bevölkerung Vorbehalte gegen gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel. Die Handelskette Woolworth, die dort auch Lebensmittel verkauft, hat derartige Produkte bereits im Jahre 2000 aus dem Angebot genommen. Mais gehört in Südafrika zu den Grundnahrungsmitteln und wurde 2008 auf 2,8 Millionen Hektar angebaut. 57 Prozent der Fläche wurden mit gentechnisch veränderten Sorten bestellt, die vor allem aus den Monsanto-Laboren stammten. In den meisten anderen afrikanischen Ländern darf Genmais nicht angebaut werden. Während der Regierungszeit von George W. Bush hatten US-Hilfsorganisationen wiederholt versucht, Hungerkrisen auszunutzen, um gentechnisch veränderten Mais in afrikanische Länder zu exportieren. Der wurde zwar meist als Nahrungsmittelhilfe deklariert, aber die Organisationen weigerten sich, diese auf Verlangen der jeweiligen Regierungen als Mehl anzuliefern, so daß er nicht hätte ausgesät werden können. Weiterer Vormarsch Im bevölkerungsreichsten Land des Kontinents, in Nigeria, scheint das Gentechnikverbot derweil auf der Kippe zu stehen, wie die dort erscheinende Zeitung Vanguard berichtet. Die Regierung in Abuja plant offensichtlich, gentechnisch veränderten Mais zur Aussaat an Bauern auszugeben. Die Gruppe Environmental Rights Action (ERA, Aktion für Umweltrechte), eine Schwesterorganisation des deutschen Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), wirft den Behörden vor, damit gegen die Gesetze und das Vorsorgeprinzip der Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt zu verstoßen. »Die Ausgabe des Saatguts an nigerianische Bauern ist der Höhepunkt eines systematischen Versuchs, mit dem profitorientierte Biotech-Unternehmen uns diktieren wollen, was wir anbauen, ernten und essen«, sagte ERA-Direktor Nnimmo Bassey gegenüber Vanguard. Alle Argumente, die das Landwirtschaftsministerium anführe, stammten demnach aus einem längst disqualifizierten Bericht einer internationalen Gentechnik-Lobbyorgansiation. Unterdessen hat Monsanto in Deutschland einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Braunschweig gegen das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verfügte Ruhen der Genehmigung für den Anbau und Verkauf der Genmaissorte Mon810 gestellt. Hintergrund ist das vergangene Woche von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ausgesprochene Verbot dieser genmanipulierten Sorte (jW berichtete). Die Ministerin reagierte auf den Antrag gelassen, sie hatte von einer Schutzklausel in der entsprechenden EU-Verordnung Gebrauch gemacht. Vor Deutschland hatten bereits Frankreich, Österreich, Griechenland, Ungarn und Luxemburg Mon810 verboten. Aigners Parteifreund und Amtsvorgänger Horst Seehofer hat inzwischen - mit Blick auf die anstehenden Wahlen und die rumorende bäuerliche Parteibasis - gefordert, die EU-Kommission solle sich ganz aus der Frage der Genehmigung von genmanipulierten Sorten heraushalten. Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/04-25/023.php
Bitte online-Aktion unterstützen: Monsanto darf Genmais-Verbot nicht kippen!Monsanto darf das Verbot von Gen-Mais MON810durch seine Klage nicht wieder kippen! Wir müssen unseren Erfolg verteidigen.
Daher meine Bitte: mit einem kurzen Klickeinen Brief an Monsanto absenden und Monsanto auffordern, die Klage zurückzuziehen.
Die Aktion ist hier zu finden: http://www.campact.de/gentec/sn5/signer
Bioland Landesverband Baden-Württemberg Schelztorstr. 49 73728 Esslingen
Quelle: Campact e.V. | ArtilleriestraAYe 6 | 27283 Verden | campact.de
BÖLW begrüßt Ministerin Aigners Anbauverbot von Gentech-Mais MON810Pressemitteilung:
Verbot von Gentechnik-Mais MON 810 ist ein Etappensieg der Vernunft Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt Aigners Entscheidung
Eine richtige Entscheidung im letzten Augenblick "Diese Entscheidung kommt im letztmöglichen Augenblick - und sie ist die richtige", kommentiert Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, die Entscheidung von Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Kurz vor der Mais-Aussaat gab die Ministerin am heutigen Dienstag bekannt, dass sie die "Schutzklausel" gegen den Anbau des Gentechnik-Mais MON 810 ziehen wird. Dabei stützte sie sich neben Gutachten eigener Behörden auch auf eine jüngst vom BÖLW zusammen mit campact veröffentlichte Studie.
Gute Gründe sprechen für das Anbauverbot Löwenstein bezeichnete das Anbauverbot als einen Etappensieg der Vernunft: "Es gibt viele gute Gründe dafür, dass Deutschland jetzt dem Vorbild seiner Nachbarn Frankreich, Österreich, Polen, Luxemburg und Griechenland gefolgt ist." Denn die Auswirkungen von Maispflanzen, die während ihrer gesamten Wachstumszeit ein Insektengift produzieren seien nach wie vor ungeklärt. "Wir sind froh, dass sich Frau Aigner von Monsanto nicht an der Nase herumführen ließ", meinte Löwenstein. Die US-Firma, der das Patent auf den Gen-Mais gehört, hatte in dem durch die EU geforderten "Monitoring-Plan" zur Überprüfung der Umweltwirkungen Institutionen als Datenliefe-ranten für ihr Überwachungs-Programm aufgeführt, die es gar nicht gefragt hatte.
Jetzt konsequent sein und keine weiteren Genmais-Sorten zulassen "Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich auch der Zulassung weiterer Gen-Mais-Sorten widersetzt, die von der EU-Kommission derzeit angestrebt werden", fordert Löwenstein. "Denn erstens bestehen für diese Sorten genau die gleichen Bedenken, wie gegen MON 810 und zweitens sind die Forderungen der EU-Umweltminister, das Zulassungsverfahren zu verbessern, noch nicht erfüllt." Der Umweltministerrat hat im Dezember 2008 einstimmig beschlossen, dass auch sozio-ökonomische Kriterien - wie die volkswirtschaftlichen Kosten des Gentechnik-Anbaus - oder die ungelösten Probleme eines Nebeneinander natürlicher und gentechnisch erzeugter Pflanzen in die europäischen Zulassungsverfahren einbezogen werden müssen
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft Marienstr. 19-20 10117 Berlin
Baden-Württemberg 2009 gentechnikfrei!Minister Peter Hauk MdL: "Keine Wertprüfungen des Bundessortenamtes mit Genmais in Ladenburg und Rheinstetten-Forchheim" Anbaustopp für Genmais MON810 hat auch Auswirkungen auf die geplanten Sortenversuche in Baden-Württemberg
15.04.2009 "Das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angekündigte Ruhen der Genehmigung von MON810 hat auch Auswirkungen auf die geplanten Versuchsanbauten des Bundessortenamtes in Baden-Württemberg. Die Bundesbehörde plante im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Wertprüfungen zwei Versuchsanbauten im Land, die nun nicht durchgeführt werden. Damit ist davon auszugehen, dass im laufenden Jahr keine gentechnisch veränderten Pflanzen in Baden-Württemberg angebaut werden", sagte der baden- württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (15. April) in Stuttgart.
Das Bundessortenamt plante die durch das Saatgutverkehrsgesetz im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens vorgeschriebenen Wertprüfungen mit gentechnisch veränderten Maispflanzen auf zwei Flächen in Rheinstetten-Forchheim (Landkreis Karlsruhe) und Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) durchzuführen. Diese Versuche sollten mit privaten Dienstleistern aus der Region erfolgen. Aufgrund der aktuellen Vorgaben hat das Bundessortenamt entschieden, die geplanten Versuche nicht durchzuführen. Baden-Württemberg hat den Landwirten bereits in der Vergangenheit wegen der schwierigen Rechtslage im Zusammenhang mit der Haftung keinen kommerziellen Anbau von Genmais im Land empfohlen. Soweit notwendig spricht sich das Land aber für neutrale, firmenunabhängige Forschung aus.
Zusatzinformationen:
Rechtsgrundlage für die Wertprüfungen:
Nach Saatgutverkehrsgesetz (SaatG) ist die amtliche Zulassung von Pflanzensorten Voraussetzung für den gewerblichen Vertrieb von Saat- und Pflanzgut. Der Zulassung ist die sogenannte Wertprüfung vorgeschaltet, bei der Ertrags-, Anbau-, Resistenz- und Qualitätseigenschaften einer Sorte geprüft werden. Nach § 44 (1) SaatG ist das Bundessortenamt (BSA) zuständig für die Prüfung, ob eine Sorte die Voraussetzung für ihre Zulassung erfüllt. Das BSA hat also den klaren gesetzlichen Auftrag zur Durchführung der Wertprüfung. Es baut dazu die Sorte an und führt die erforderlichen Untersuchungen durch. Das BSA kann den Anbau durch andere fachlich geeignete Stellen durchführen lassen (§ 44 (2) SaatG), da es selbst keine Prüfkapazitäten in den Bundesländern unterhält.
------------------------ Bioland-PM vom 16.4.2009 ------------------------
PRESSE-INFO
Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten
Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten Forchheim nicht durchzuführen. "Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg", bekräftigt Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. "Nachdem das Land bereits den Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des Bundessortenamtes Schnee von gestern sind." Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für den gentechnikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wenzel (USA) und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet. Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300 handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum organisch-biologischen Anbau ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.
Birgit Eßlinger Bioland Landesverband Baden-Württemberg Schelztorstr. 49 73728 Esslingen Tel.: 0711/550939-48
Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im SüdwestenPRESSE-INFO Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten
Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten Forchheim nicht durchzuführen. "Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg", bekräftigt Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. "Nachdem das Land bereits den Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des Bundessortenamtes Schnee von gestern sind." Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für den gentechnikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wenzel (USA) und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet. Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300 handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum organisch-biologischen Anbau ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.
............................. ÖKONSULT GbR Gerberstr. 9 70178 Stuttgart Tel.: 0711 / 674 474 - 67 Fax: 0711 / 674 474 - 66 greiner (at) oekonsult-stuttgart.de
Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei MaisAls Reaktion auf die PM (siehe unten) des MLR vom 10.04.09 zum GVO-Saatgut-Monitoring bei Mais, haben wir gestern folgende Anfrage an das MLR geschickt: Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei Mais
Sehr geehrter Herr Minister Hauk,
mit Besorgnis haben wir die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg bei den diesjährigen Untersuchungen von konventionellem Mais-Saatgut in fünf von 99 Saatgutpartien Spuren von GVO-Bestandteilen festgestellt wurden.
Gentechnikfreies Saatgut ist die Basis einer gentechnikfreien Land- und Lebensmittelwirtschaft. Die Verfügbarkeit von reinem, gentechnikfreiem Saatgut muss gewährleistet bleiben. Während auf europäischer Ebene noch über Schwellenwerte für die Kennzeichnung beim Saatgut diskutiert wird, hat die schleichende Kontamination gentechnikfreien Saatguts offensichtlich schon begonnen. In den kommenden Tagen werden die Landwirte in Baden-Württemberg mit der Aussaat von Mais beginnen. Es liegt - auch vor dem Hintergrund des Verbots von Mon810 - in Ihrer Verantwortung, eine GVO-freie Aussaat zu gewährleisten und dem klaren Votum der Bevölkerung nach GVO-freier Landwirtschaft Rechung zu tragen. Wir möchten Sie deshalb als verantwortlichen Landwirtschaftminister bitten, uns folgende Fragen zu beantworten:
Welche Gen-Konstrukte wurden bei der Beprobung gefunden? Welche Mais-Sorten sind von der Verunreinigung betroffen? Woher stammen die betroffenen Maissorten? Handelt es sich ausschließlich um gebeiztes Saatgut oder ist auch ungebeiztes Saatgut betroffen? Welche Saatzuchtfirmen sind betroffen? Weshalb wurde die Verunreinigung des Saatguts nicht von den Inverkehrbringern festgestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen? Wo lag der regionale Schwerpunkt des Verkaufs des betroffenen Saatguts? Welche Mengen des betroffenen Saatguts wurden ausgeliefert? Wie sehen die Rückholmaßnahmen aus? Wie überwacht das Land die Rückholmaßnahmen? Wie sieht der Rücklauf aktuell aus? Ist noch vor der Aussaat mit einem vollständigen Rücklauf zu rechnen?
Um in der noch verbleibenden Zeit vor der Aussaat garantieren zu können, dass kein verunreinigtes Saatgut in den Boden gelangt, fordern wir Sie auf, Saatzuchtfirmen und betroffene Sorten zu veröffentlichen, damit jeder Landwirt sein Saatgut eigenverantwortlich prüfen und ggf. auf Kosten der Inverkehrbringer vernichten kann.
Sehr geehrter Herr Minister, wir bitten Sie unsere Fragen zeitnah zu beantworten, unserer Forderung nach Veröffentlichung nachzukommen und somit eine GVO-freie Mais-Aussaat in Baden-Württemberg sicher zu stellen.
Mit freundlichen Grüßen Matthias Strobl Geschäftsführer
Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V. Schelztorstr. 49, 73728 Esslingen Tel. 0711 / 550 939-45; Fax -50 www.bioland-bw.de
Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei Mais Nur wenige Partien mit geringen Spuren ( 0,1 Prozent) gentechnisch veränderter Bestandteile (GVO) in konventionellem Saatgut festgestellt 10.4.09 Die Wahlfreiheit des Verbrauchers und des Landwirts beim Kauf von Lebensmitteln, Futtermitteln und von Saatgut kann insbesondere dadurch sichergestellt werden, dass die Einhaltung der europäischen Kennzeichnungsvorschriften regelmäßig überprüft wird. Bei der Überwachung der Kennzeichnung erfolgt darüber hinaus eine Prüfung auf das Vorhandensein von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Konstrukten.
Für Saatgut gibt es noch keine von der EU-Kommission festgelegten Kennzeichnungsschwellenwerte. Die Inverkehrbringer von Saatgut haben entsprechend Sorge dafür zu tragen, dass Saatgut keine Bestandteile gentechnisch veränderten Materials enthält. Baden-Württemberg überprüft seit Jahren im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle in einem sog. GVO-Saatgut-Monitoring im Handel befindliches Saatgut.
Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg hat bei den diesjährigen Untersuchungen von konventionellem Mais-Saatgut in fünf von 99 Saatgutpartien Spuren von GVO-Bestandteilen festgestellt. Bei drei Mais-Saatgutproben handelte es sich um gentechnisch veränderten Mais, der zum Anbau zugelassen ist. Zwei Proben enthielten GVO , die keine Zulassung für den Anbau in der EU haben. Die betroffenen Saatzuchtfirmen haben sofort Rückholmaßnahmen eingeleitet, um die Aussaat der betroffenen Partien zu verhindern. Die Rückholmaßnahmen werden vom Land überwacht.
Die ermittelten GVO-Spuren lagen unter der Bestimmungsgrenze (Grenze für eine Quantifizierung) von 0,1 Prozent, aber über der Nachweisgrenze von 0,03 Prozent.
Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum
Gentech-Mais MON 810Pressemitteilung vom 14. April 2009
Niemand will Gentech-Mais MON 810. Agrarministerin Aigner hat Aussaat in Deutschland gestoppt
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Entscheidung von Bundesagrarministerin Ilse Aigner, das Aussäen des Monsanto-Genmais MON 810 zu verbieten, begrüßt. Die Verdachtsmomente, dass der Genmais Natur und Tierwelt schädige, seien so zahlreich, dass ein Verbot zwingend gewesen sei. Fütterungsstudien hätten gezeigt, dass der Genmais das Immunsystem von Mäusen schädige. Das Aussaatverbot für MON 810 sei ein großer Erfolg des jahrelangen Engagements von Umweltorganisationen und Ökoanbauverbänden. Ihr breites Bündnis habe mit überzeugenden fachlichen Argumenten eine falsche Weichenstellung in der Landwirtschaft verhindert. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger wies neben den Risiken des Genmaises für bestimmte Arten auch auf die Gefahr einer drohenden Abhängigkeit von den Saatgut-Unternehmen hin: "Ein Ausbringen von genverändertem Saatgut birgt unkalkulierbare wirtschaftliche Risiken für Landwirte und Imker. Letzteren wird ihr Honig gentechnisch verunreinigt, erstere geraten in eine wirtschaftliche Zwangslage, weil sie das Gen-Saatgut und zugleich die entsprechenden Pestizide von den Gentechnik-Konzernen kaufen müssen. Wer den Heilsversprechen der Gen-Saat-Hersteller auf den Leim geht und genverändertes Saatgut ausbringt, schadet der Landwirtschaft in Deutschland." Der BUND rufe die Bauern deshalb dazu auf, sich in gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen und alle vorhandenen landwirtschaftlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Maisschädlinge mit konventionellen Ackermethoden zu bekämpfen. Gen-Saaten würden dabei nicht helfen. Weiger: "Über 70 Prozent der Verbraucher lehnen Gentechnik im Essen aus guten Gründen ab. Gentechnisch verändertes Saatgut breitet sich unkontrolliert aus, gefährdet nachweislich Natur und Tierwelt und bedroht die Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben, die gentechnikfrei arbeiten wollen. Frau Aigner hat dem Druck großer Gentechnik-Unternehmen nicht nachgegeben und in letzter Minute vor der Aussaat das Anbauverbot für MON 810 verhängt. Wir erkennen dies an und erwarten nun, dass sie konsequent bleibt und sich auf Brüsseler Ebene klar gegen die Zulassung anderer gentechnisch veränderter Pflanzen ausspricht."
Informationen über gentechnikfreie Regionen in Deutschland erhalten Sie auf der Internetseite: www.gentechnikfreie-regionen.de
Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, Fax: -440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net
++++++++++++++++++++++++++++++++++ PM BMELV: Aigner verbietet den Anbau von Mon810 "Ich habe heute Morgen veranlasst, dass das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Schutzklausel nach ƒ 20 Abs. 3 Gentechnikgesetz und Artikel 23 der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG verhängt", sagte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, heute auf einer Pressekonferenz in Berlin. "Damit ist der Anbau von Mon810 in Deutschland verboten." Mit Verhängung der Schutzklausel durch das BVL gegenüber der Firma Monsanto wird das Ruhen der Genehmigung von MON810 angeordnet. Damit ist jeder Anbau und jeder weitere Verkauf von Saatgut von Mais der Linie MON810 unzulässig. "Die Bundesländer werden umgehend über diese Maßnahme informiert und werden die Einhaltung des Verbots überwachen", so Ministerin Aigner. Die Bundesministerin hatte um eine umfassende Bewertung der von Monsanto Ende März vorgelegten Ergebnisse des Beobachtungsprogramms zum Anbau von Mon 810 sowie um Prüfung möglicher neuer Aspekte hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Mon 810 gebeten. Die Bewertung durch die Bundesbehörden (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Julius Kühn Institut, Bundesamt für Naturschutz) ergab keine einheitliche Auffassung. In der Entscheidung berücksichtigte Bundesministerin Ilse Aigner auch, dass mittlerweile 5 Mitgliedstaaten der Europäischen Union rechtswirksam entsprechende Schutzmaßnahmen in Bezug auf den MON810-Mais erlassen haben. Zuletzt hatte Ende März diesen Jahres Luxemburg die Schutzklausel gezogen. "Ich komme zu dem Schluss, dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt", sagte Aigner. Diese Auffassung wurde auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bestätigt. "Meine Entscheidung ist entgegen anders lautender Behauptungen keine politische Entscheidung", sagte Aigner. "Es ist eine fachliche Entscheidung und dies muss es aus rechtlichen Gründen auch sein." Die Genehmigung von MON810 wurde 1998 auf Europäischer Ebene erteilt und hat auch über das Ablaufen der Zulassung hinaus Bestandsschutz, solange über die Neuzulassung auf europäischer Ebene nicht entschieden ist. "Ich möchte unterstreichen, dass dies keine Grundsatzentscheidung zum künftigen Umgang mit Grüner Gentechnik ist", erläuterte Bundesministerin Aigner. "Es handelt sich hierbei um eine Einzelfallentscheidung, bei der Pro und Contra sorgfältig abgewogen und eine Entscheidung auf wissenschaftlicher Grundlage getroffen wurde." Die vielen offenen Fragen über den einzigen zurzeit in Europa zum kommerziellen Anbau zugelassenen genveränderten Organismus würde die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsforschung deutlich machen. "Gerade die Sicherheitsforschung in der Grünen Gentechnik wird gebraucht. Das Grundprinzip der praktischen Anwendung der Grünen Gentechnik muss eine vollständige Gewährleistung der Sicherheit für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt beinhalten", so Aigner. Die Bundeslandwirtschaftsministerin hat ihr Haus beauftragt, ein Strategiepapier zu erarbeiten, welches die zukünftige Behandlung der Thematik Gentechnik regeln soll. Dabei ist die Einbindung von unabhängigen Experten wichtig. Es ist vorgesehen, ein Programm zur Sicherheitsforschung durchzuführen und einen Leitfaden zur künftigen Genehmigungspraxis zu erarbeiten. Es sollen Fragen der Handhabung der Ausweisung von freiwilligen gentechnikanbaufreien Regionen beantwortet werden.
Mit freundlichen Grüßen im Auftrag Pierre Vetter Referat L 1 "Pressereferat" Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Fon: 030 - 18 529 31 74 Fax: 030 - 18 529 31 79 Pierre.Vetter (at) bmelv.bund.de
Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands FeldernPRESSEMITTEILUNG
Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher
Gräfelfing - Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete heute das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, "dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt". Naturland begrüßt die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland. Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung. Nach Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland, Polen und Luxemburg wird es auch in Deutschland bis auf Weiteres keinen kommerziellen Anbau des Gen-Maises geben. "Jetzt muss das Anbau-Verbot auf weitere Länder ausgedehnt werden und neue Gen-Maissorten wie Bt11 und 1507 dürfen keine EU-weite Zulassung erhalten", forderte Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender heute in München.
Risiken nicht geklärt Nach einer aktuellen Kurzstudie, die der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und das online Netzwerk campact Anfang April vorlegten, gibt es bei dem Anbau vom Gen-Mais neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie von Gewässern. Auch der Zusammenhang zwischen der Auslösung von Immunkrankheiten und dem Anbau von Gen-Mais muss nach der Studie dringend geklärt werden. Verbraucher und Landwirte wollen keine Agro-Gentechnik Über 70 Prozent der Verbraucher und die Mehrheit der Landwirte, die ökologisch und konventionell ihre Felder bewirtschaften, wollen keine Agro- Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller. Mit der heutigen Entscheidung von Landwirtschaftsministerin Aigner sehen sie sich in ihrem Einsatz für Umwelt und Gesundheit bestätigt. "Allen Politikern, die im Superwahljahr für die Landtage, den Bundestag und das Europaparlament kandidieren, muss klar sein, dass ihre Wahl auch von einer klaren Absage zur Agro-Gentechnik abhängt", erklärt Hans Hohenester mit Blick auf die Langfristigkeit der heutigen Entscheidung.
Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000 Bauern und über 400 Herstellern als Naturland Partner einer der größten ökologischen Anbauverbände. Für Naturland gehören Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.
Naturland Presse Info Verantwortlich: Steffen Reese Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V. Kleinhaderner Weg 1 82166 Gräfelfing Tel.: 089-898082-31 Fax: 089-898082-90
Verbot des Gen-Mais MON 810 wissenschaftlich geboten und rechtlich möglich.April 2009 Pressemitteilung:
Verbot des Gen-Mais MON 810 wissenschaftlich geboten und rechtlich möglich. Neue Studie zeigt, dass Ministerin Aigner handeln kann
Berlin: Das Online-Netzwerk Campact, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute in Berlin eine Studie präsentiert, nach der ein Verbot des Gen-Mais MON810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar sei. Sie forderten von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Gen-Mais noch vor der Aussaat Mitte April zu verbieten.
"Ilse Aigner darf ein Verbot des Gen-Mais MON810 nicht von dem völlig unzuverlässigen Beobachtungsplan des Herstellers Monsanto abhängig machen", sagte Stefanie Hundsdorfer, Gentechnik-Campaignerin von Campact. "Aigner prüft seit Monaten ein Verbot - jetzt sind Taten gefragt. Die Risiken des Gen-Mais für Umwelt und Gesundheit liegen auf der Hand. Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die Ministerin den Anbau des MON810 sofort untersagen - so wie es Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen bereits getan haben."
"Seit dem Jahr 2007, als in Deutschland zuletzt über ein Anbauverbot von MON810 diskutiert wurde, haben sich weitere konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Mensch und Umwelt durch den Gen-Mais ergeben", erläuterte der unabhängige Gentechnikexperte Dr. Christoph Then, der gemeinsam mit Rechtsanwältin Katrin Brockmann die Studie erstellte. Er verwies auf weitere aktuelle Studien zur Gefährdung von Bienen, nützlichen Insekten und Gewässer-Ökosystemen sowie zur Auslösung von Immunkrankheiten. "Die bisher praktizierten Ansätze der Risikobewertung greifen zu kurz: Es gibt erhebliche Lücken bei der Einstufung der Risiken des Insektengifts, das in den Mais-Pflanzen gebildet wird."
"Fünf Staaten Europas haben sich aus diesen Gründen bereits gegen Gentechnik auf dem Acker entschieden. Das zeigt, dass ein Verbot im Rahmen der EU-Freisetzungsrichtlinie möglich ist. Unsere Studie bestätigt, dass Ministerin Aigner genug Argumente an der Hand hat, um den Anbau von MON 810 zu verbieten. Dies verlangen auch die wirtschaftliche Vernunft und der Respekt vor den Verbraucherwünschen", sagt Peter Röhrig, Gentechnikexperte des BÖLW.
Der Vorschlag Aigners, die Einrichtung gentechnikfreier Regionen den Bundesländern oder Kreisen zu überlassen und über diesen Umweg ein Verbot des Gen-Mais zu bewirken, sei ein zur Zeit nicht praktikables Vorgehen. "Wenn Ministerin Ilse Aigner im Europa- und Bundestagswahlkampf das Thema gentechnikfreie Regionen für sich entdeckt und deren rechtlichen Status stärken will, klingt dies gut. Doch das ist Zukunftsmusik. Denn nach EU-Recht ist dieser Vorschlag nicht umsetzbar, da es noch keine entsprechenden Regelungen gibt", erläuterte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. "Frau Aigner muss noch vor Beginn der Aussaat den Anbau des Gen-Mais MON810 verbieten."
An einer Online-Aktion von Campact für ein Anbauverbot von Gen-Mais haben sich in den letzten drei Wochen über 48.000 Menschen beteiligt. Kontakt: Stefanie Hundsdorfer, Campact e.V.: mailto:hundsdorfer (at) campact.de mobil: 0177-9303458 Peter Röhrig, BÖLW: mobil: 0160 - 964599 51 Heike Moldenhauer, BUND: mailto:heike.moldenhauer (at) bund.net Tel. 030-27586-456, mobil: 0179-8138088 PDF-Download-Links >> Koexistenz PDF-Download: http://www.doktus.de/dok/54498/09-04-02-koexistenz/download/pdf.html Debatte Bundestag, Stopp MON810, vom 26.03.09 PDF-Download: http://www.doktus.de/dok/54497/09-03-26-debatte-bundestg-anb-stopp-mon810/download/pdf.html Studie Verbot MON 810 PDF-Download: http://www.doktus.de/dok/54499/studie_verbot_mon810_090402/download/pdf.html
Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) UlmLiebe Mitkämpfer/-innen in Nah und Fern,
unser erst im Herbst 2008 begründetes Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm hat nach vielen kleineren erfreulichen Erfolgen Beschlüsse zum Ausschluss der Agro-Gentechnik auf kommunalen/kirchlichen Flächen in verschiedenen kleineren Gemeinden und Kirchengemeinden via Pachtvertrag nun einen ersten Knaller gelandet: Der Gemeinderat der Stadt Ulm mit immerhin rund 120.000 Einwohner/-innen und erheblichem Grundbesitz hat sich gestern einstimmig bei wenigen Enthaltungen unserem Anliegen angeschlossen. Die beschlossene Resolution (s. Anlage) enthält Regelungen, die über den bundesweit bekannten Musterantrag hinaus gehen: Sie enthält die von uns gewünschte Selbstverpflichtung der Stadt, GVO-Saatgut auf eigenen Flächen via Pachtvertrag auszuschließen, darüber hinaus aber auch einen Appell an die Landwirte, auf den Einsatz von GVO-Saatgut auf den eigenen Flächen ebenso wie auf Futtermittel mit GVO zu verzichten. Bemerkenswert ist, dass im Vorfeld lt. Aussagen der Stadtverwaltung alle Pächter (Landwirte) befragt wurden und dem Ansinnen zugestimmt haben sowie offenbar auch der Kreisbauernverband einbezogen wurde, der ansonsten unserem Anliegen bzw. unserem Bündnis nicht übermäßig wohl gesonnen ist. Allerdings ist der drittletzte Absatz der Resolution, in dem es um gentechnikfreie Futtermittel geht, erst nach Einbeziehung des Bauernverbands eingefügt worden. Die Resolution ist das Ergebnis vielfältiger Bemühungen von Stadträten/-innen (GRÜNE und CDU!), Verwaltungsspitze und Aktiven unseres Bündnisses. Hinweis: Ulm und der umliegende Alb-Donau-Kreis bilden den Wahlkreis von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU), die ja bekanntlich zu den führenden Protagonistinnen der Agro-Gentechnik in Deutschland zählen. Sie dürfte sich über den Beschluss vermutlich nicht so sehr freuen.
Herzliche Grüße Ralf StolzBUND-Regionalgeschäftsführer
Dem Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm gehören aktuell an: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), attac Ulm, Berg-Brauerei Ehingen, Bezirksimkerverein Ulm, Bioland-Regionalgruppe Alb-Donau, Bündnis 90 / Die Grünen, Bürgerinitiative Wippingen gegen Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln, Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe Neu-Ulm, BUND-RV Donau-Iller, Eine-Welt-AK St. Michael Vöhringen, Evang. Bauernwerk Württemberg, Evang. Kirchengemeinden Ettlenschieß, Langenau, Weidenstetten und Wettingen, Greenpeace-Kontaktgruppe Ulm, Imkerverein Ulm, Kreislandfrauenverband Blaubeuren, Naturfreunde Ulm, Naturheilverein Ehingen, Naturland Baden-Württemberg e. V., ÖDP, Schwäbischer Albverein Ulm/Neu-Ulm, Staudengärtnerei Gaissmayer Illertissen, Ulmer Weltladen, Verein Partnerschaft 3. Welt e. V. Ulm, Weltladen Weißenhorn
sowie viele engagierte Einzelpersonen incl. konventionell und biologisch wirtschaftenden Landwirten
Spendenkonto: BUND, Stichwort Genfrei, Volksbank Ulm-Biberach, BLZ 630 901 00, Nr. 1 482 009
Studie zu Gen-Mais wird vorgestellt
Das bayerische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht am Mittwoch (09.15 Uhr) eine Studie zur Auswirkung von gentechnisch verändertem Futtermais auf Kühe. Das bayerische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht am Mittwoch (09.15 Uhr) eine Studie zur Auswirkung von gentechnisch verändertem Futtermais auf Kühe. Angesichts einer für Donnerstag angesetzten Bundestagsdebatte über einen Anbaustopp des Genmaises «MON 180» erwarte man die Ergebnisse mit Spannung, sagte eine Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion. Die Untersuchung sei «überfällig». Im Rahmen der Untersuchung waren in den vergangenen 25 Monaten 36 Tiere in zwei Testgruppen auf Folgen einer Fütterung mit Genmais getestet worden. Gesundheit, Fruchtbarkeit, Leistungsfähigkeit der Tiere sowie die Qualität der von ihnen produzierten Milch waren unter anderem Gegenstand der Studien, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Artikel aus den AD HOC NEWS vom 24. März 2009
Gentechnikfreies Bayern: Seehofer muss ernst machen
Reden und Handeln klaffen beim Ministerpräsidenten immer noch weit auseinander München (25.3.2009/sip). Die Grünen haben Ministerpräsident Seehofer nach dem heutigen Treffen mit Umweltverbänden aufgefordert, seinem überraschend deutlichen Bekenntnis für ein gentechnikfreies Bayern endlich Taten folgen zu lassen: "Seehofer hätte es in der Hand, mit der Gentechnikfreiheit ernst zu machen", sagte der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger. Doch die Umsetzung lasse weiterhin auf sich warten: "Die CSU hat es heute erneut abgelehnt, den Erprobungsanbau von Genmais auf staatlichen Flächen umgehend zu stoppen", verwies Sepp Daxenberger auf das Veto der CSU im Landwirtschaftsausschuss, der zeitgleich zum Treffen des Ministerpräsidenten mit den Umweltverbänden stattfand. "Vor den Scheinwerfern den Gentechnikgegner geben und hinter den Kulissen blockieren - das ist Verbrauchertäuschung pur." Auch die Ankündigung von Umweltminister Söder, die Sicherheitsabstände für Genmaisanbau gegenüber Naturschutzflächen auszuweiten, sei bislang nicht in einen entsprechende Erlass gegossen: "Mitte April wird der Mais ausgesät - und die Staatsregierung lässt weiterhin mit strengen Regeln auf sich warten." Ein klares Signal könne die CSU in jedem Falle morgen setzen, wenn im Umweltausschuss des Bundestags erneut ein Verbot des umstrittenen Genmaises MON 810 auf der Tagesordnung stehe. Sepp Daxenberger: "Erst am Wochenende hat nach Österreich und Frankreich auch Luxemburg ein Verbot für MON 810 ausgesprochen und sich damit der EU-Kommission widersetzt - es wird höchste Zeit, dass auch Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner die Bedenken ihrer eigenen Fachbehörden ernst nimmt und MON 810 endlich von unseren Feldern verbannt." Die Grünen im Bayerischen Landtag, Pressestelle
Kein Patent auf Lebenvon Ruth Tippe, Gründerin der Organisation "Kein Patent auf Leben". Das erklärte Ziel der Organisation mit Sitz in München ist gleichlautend wie ihr Name: Kein Patent auf Leben. Immer mehr Patent-Anträge auf konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren werden angemeldet, über die das Europäische Patentamt (ebenfalls Sitz in München) zu entscheiden hat. Werden diese Art von Patentanträgen genehmigt, so dient das Patentrecht nicht - wie eigentlich beabsichtigt - dem Schutz von Erfindungen. Vielmehr verhilft Patentrecht den antragstellenden internationalen Konzernen dazu, eine umfassende Kontrolle über die Landwirtschaft und die Lebensmittelerzeugung zu erlangen.
Heute kam Post von Frau Tippe mit einem Musterbrief an Landwirtschaftsminsterin Ilse Aigner, den ich hiermit per E-Mail weiterleite. Der Brief ist eine knappe DIN A 4 Seite lang, erläutert die Problematik und fordert die Landwirtschaftsministerin dazu auf, sich in München, Berlin und Brüssel für eine Änderung des EU-Patentgesetzes und des Deutschen Patentrechtes einzusetzen, mit dem Ziel, daß Patente auf Leben künftig nicht mehr erteilt werden können. Also, ich werde den Musterbrief an Frau Aigner abschicken und freue mich, wenn viele von Euch bei der Aktion von "Kein Patent auf Leben" ebenfalls mitmachen.
Außerdem ruft "Kein Patent auf Leben" noch zu einer Demonstration auf unter dem Motto: Stoppt das Patent auf die "arme Sau!"
Demonstration am 15.April 2009 um 12:00 Uhr München, Marienplatz sowie um 14:00 Uhr vor dem Europäischen Patentamt, Erhardtstraße 27.
Musterbrief an Frau Ilse Aigner
Global Marshall Plan InitiativeNoch bis zum 27.03.2009 finden die "Europäischen Bürgerkonferenzen" statt, eine europaweite Online-Debatte zur Frage "Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?". Auf dieser von der EU-Kommission geförderten Plattform können europäische Bürger eigene Vorschläge für die zukünftige EU-Politik einbringen und über diese abstimmen. Die zehn Vorschläge mit den meisten Stimmen aus den jeweiligen Ländern werden dann auf nationalen und europäischen Bürgergipfeln debattiert und schließlich den politischen Entscheidungsträgern der EU vorgelegt. Diese Einrichtung bietet uns die einmalige Möglichkeit, auf der politischen europäischen Ebene zu einem günstigen Zeitpunkt (der Wirtschafts- und Finanzkrise) die Idee des Global Marshall Plan bekannt zu machen und ihn sogar auf die politische Agenda zu setzen. Auf der Homepage der Europäischen Bürgerkonferenzen können Sie noch bis 27. März auch für den Vorschlag " Ein europaweites Verbot von genverändertem Saatgut und von Genprodukten " stimmen. Wenn sich genug Leute dafür aussprechen, wird dieser Vorschlag dann den Mitgliedern des Europäischen Parlaments vorgelegt und z.B. im Europäischen Parlament debattiert werden, was ein wichtiges Signal wäre wäre. Hier finden Sie genauere Informationen zum Ablauf. Um für den Vorschlag zu stimmen, der zur Zeit ca. auf Stelle 20 liegt, müssen Sie sich hier registrieren. Den Vorschlag "Ein europaweites Verbot von genverändertem Saatgut und von Genprodukten" finden Sie hier.
Grillhähnchen ohne Gentechnikhttp://www.hna.de/breakingnews/00_20090319144800_Grillhaehnchen_ohne_Gentechnik.html
Firma Stolle stellt Produktion um 9000 bis 10 000 Hähnchen pro Stunde werden in der Gudensberger Firma Stolle zu Lebensmitteln verarbeitet, das sind 480 000 Hähnchen pro Woche. Ab Anfang Mai sind sie frei von Gentechnik - garantiert - mit Zertifikat. Wissenschaftlich sei zwar noch nicht geklärt, ob gentechnisch veränderte Futtermittel über das Tier in der Nahrungskette bis zum Menschen gelangen, sagte Albert Focke, Pressesprecher von Stolle. Aber die Umstellung sei sinnvoll und technisch möglich gewesen. Die Herstellung von Futtermitteln für die Hähnchenmast unterliegt strengen Kriterien und Qualitätskontrollen. Ein zum Konzern gehörendes Futtermittelwerk verwendet bereits jetzt ausschließlich Getreide und Soja, das ohne Gentechnologie angebaut wird. Die fast ausschließlich heimischen Landwirte, die Stolle mit Hähnchen beliefern, nutzen zu 95 Prozent dieses Futter. Das fertige Lebensmittel darf dann die Bezeichnung "NON-GMO" (non- genetically modified organism) tragen. Das bedeutet, dass es frei von gentechnologisch veränderten Bestandteilen ist.
Auf Gegenkurs zur EU
Luxemburg verbietet Genmais MON810 In der Debatte um gentechnisch veränderte Organismen (OGM) in der Landwirtschaft setzt das Großherzogtum ein Zeichen.
Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo kündigte am Sonntag beim Aktionstag "Luxemburg und Großregion ohne Gentechnik" den Regierungsbeschluss zum Verbot der Genmais-Sorte MON810 an.
Damit schließt sich Luxemburg den EU-Ländern Österreich, Ungarn, Frankreich und Griechenland an und widersetzt sich einer EU-Richtlinie. Angesichts möglicher Risiken für Umwelt und Mensch, die von der Freisetzung genetisch veränderter Organismen ausgehen können, sprechen sich Di Bartolomeo und Octavie Modert, Staatssekretärin für Landwirtschaft, für das Vorsorgeprinzip aus.
Hierzulande lehnen 83 Prozent der Bürger und zwei Drittel der Gemeinden die Gentechnik ab.
Mexiko erlaubt "experimentellen" Freilandanbau von GenmaisMexiko erlaubt "experimentellen" Freilandanbau von Genmais Ursprungszentrum des Mais ist extrem gefährdet
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen und einer Reihe von bislang aufgrund von Protesten fehlgeschlagener Versucher hat die mexikanische Regierung durch eine Änderung des Gesetzes über die "Biosicherheit genetisch veränderter Organismen" offiziell den "Versuchsanbau" von Genmais-Sorten im Land erlaubt. Amtlich wurde dies durch eine entsprechende Veröffentlichung des Ministeriums für Landwirtschaft, Viehzucht, ländliche Entwicklung, Fischzucht und Ernährung (Sagarpa) im mexikanischen Bundesgesetzblatt. Damit ist das de facto bestehende Moratorium, welches den Anbau von Genprodukten weder für Versuchs- noch für kommerzielle Zwecke erlaubte, aufgehoben. Der verantwortliche Minister begründete auf einer Pressekonferenz die Entscheidung und führte aus, dass noch niemanden nach dem Verzehr von GVO-Produkten etwas "Seltsames aus seinem Körper gewachsen wäre". Die mexikanische Regierung verfüge über Programme zum Schutz der einheimischen Landrassen Details dazu nannte der Minister aber nicht. Wie die diesbezügliche Forschung in den USA selber aussieht, dies beleuchteten Ende Februar dieses Jahres 26 US-amerikanische Wissenschaftler, die mit Mais und Getreide forschen, in einem offenen Brief an die Umweltbehörde EPA: In diesem Brief beklagen die Forscher, von denen die meisten aus Angst vor negativen beruflichen Konsequenzen nicht namentlich genannt werden wollten, dass unabhängige staatliche Untersuchungs- und Forschungsprogramme mit genveränderterten Saaten kaum mehr möglich sei: Die Unternehmen versuchten, durch den Abschluss von Vereinbarungen sowie die Nutzung des Patentrechtes, die Forschungen an ihren Produkten zu kontrollieren bzw. zu unterbinden. Anhand von Fallbeispielen erläuterten die Wissenschaftler, wie einzelne Forschungsstudien eingestellt werden mussten, nachdem die Unternehmen ihr Einverständnis zurückgezogen hatten. Der Brief und ein Leitartikel in der New York Times offenbarte nicht nur, dass die staatlichen Universitäten in hohem Masse von Mitteln der Industrie abhängen und eine staatlich finanzierte gesellschaftlich unabhängige Forschung immer weniger existent ist, sondern auch, dass auf Wege der Patentrechte Risikountersuchungen verhindert werden können. Diese Rechte über das Saatgut räumen den Unternehmen das Entscheidungsrecht, wer ihr Saatgut erwirbt und zu welchem Zweck. Wohin diese zunehmende Einschränkung unabhängiger Risikoforschung führt, machte bereits 2003 eine Studie deutlich, die im "Journal of Nutrition and Health" veröffentlicht wurde: Sie untersuchte Fütterungsstudien mit genetisch veränderten Produkten. Von 10 untersuchten Fütterungsstudien waren 5 in Kooperation mit den Agrotech-Unternehmen durchgeführt worden. Diese fanden keine gesundheitlichen Risiken heraus, während die unabhängigen Studien binnen2 Wochen nach Fütterungsbeginn Auswirkungen dokumentierten. Wie bereits Upton Sinclair vor über einem Jahrhundert schrieb, "Es ist schwierig jemandem eine Sache verständlich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, diese Sache nicht zu verstehen."
Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Sagarpa bereits 25 Anträge von Unternehmen zum Versuchsanbau vorliegen und das binnen 3 Jahre mit der kommerziellen Nutzung von Genmais begonnen werden könne. Besonders überraschend: Die Entscheidung fiel eine Woche nachdem vom 23. bis 27. Februar in Mexiko-Stadt eine Sitzung der Arbeitsgruppe des UN-Abkommens über Biosicherheit, des so genannten Cartagena-Protokolls stattfand. Im Rahmen dieses Protokolles diskutieren Staatenvertreter und Experten über die Problematik des "grenzüberschreitenden in Verkehr-Bringens von genetisch veränderten Produkten" wie es im offiziellen Text heißt. Dabei geht es um Fragen der Kontamination, möglicher Entschädigungszahlungen, Verantwortlichkeiten und Regelungen, für die es bislang keinen rechtlich verbindenden Rahmen gibt. Ende 2004 verabschiedete Mexiko -angeblich in Anlehnung an das internationale Biosicherheitsprotokoll (Cartagena-Protokoll)- ein eigenes Biosicherheitsgesetz. Tatkräftige Hilfestellung für die Ausgestaltung dieses Gesetzes leisteten die agrochemischen Unternehmen, die in Mexiko durch den Lobbyverband AGROBIO vertreten sind. Daher wird es von vielen im Lande "Monsanto-Gesetz" tituliert. Auf einem Kongress im Februar 2005 kritisierten angesehene mexikanische Agrarwissenschaftler und -forscher dieses Gesetz als absolut ungenügend und gefährlich für die Biodiversität des Landes.
Obwohl durch diese Entscheidung vorerst der kommerzielle Anbau von Genmais untersagt bleibt, sind viele Vertreter von Umwelt-, Konsumenten-, indigenen und Bauernorganisationen, sowie die in der "Veinigung der Bewussten Wissenschaftler" (UCCS) zusammengeschlossenen Akademiker, die alle seit Jahren gegen die Verunreinigung der großen einheimische Sortenvielfalt von Mais kämpfen (man spricht von ca. 200 endemischen Arten und 52 Rassen) davon überzeugt, dass eine systematische Verunreinigung des Mais in Mexiko betrieben wurde:
Im Jahr 2001 entdeckte der Wissenschaftler Ignacio Chapela in seiner vielfach angefeindeten Studie, die ihn fast seinen Arbeitsplatz an der Universität von Berkely, Kalifornien gekostet hätte, zum ersten Mal die Verunreinigung von mexikanischen Landsorten durch Genmais im Bundesstaat Oaxaca. Seitdem gab es Jahr für Jahr weitere Genmais-Funde. Die Regierungsbehörden blieben vielfach inaktiv, feindeten stattdessen Chapela und Mitstreiter an, unwissenschaftlich gearbeitet zu haben bzw. erklärten die Kontamination in Oaxaca für beendet. Erst eine in 2008 veröffentlichte Untersuchung von Elena Alvarez Buylla und ihrem Team, veröffentlicht in molecular ecology, machte die Nachweisschwierigkeiten deutlich und bestätigte die weiterhin verbreitete und zunehmende Kontaminierung. Der zunehmende Umfang der Kontamination ließ viele Organisationen in Mexiko stutzig werden: Bislang waren die bisherigen Gebiete der Kontamination abgelegene indigene Gemeinden. Dort hatten Bauern aus den USA importierten und durch die staatlichen Lebensmittelgeschäfte verkauften Mais ausgesät. Denn bei dem Import von Maiskörnern aus den USA wurde nicht zwischen genetisch veränderten und nicht veränderten Mais unterschieden. In 2007 wurde aber Genmais im nördlichen Bundesstaat Chihuahua auf kommerziellen Anbauflächen entdeckt. Vermutlich war der als Hybridsaatgut gekaufte Mais kontaminiert. In dieser Gegend wird Mais konventionell in mechanisierten Anbauverfahren produziert. Kleinproduzenten von Mais in Oaxaca, die vor allem in der Region des Isthmus von Tehuantepec die lokalen Maissorten anbauen, erhalten Genmais-Saatgut offenbar durch Programme des Landwirtschaftsministeriums. Dies, weil es keinerlei Kontrolle über diese Produkte gibt, berichtete noch Im Februar 2009 Aldo Gonzalez von der indigenen Organisation UNOSJO in Oaxaca. Er führte aus, dass das Projekt "Strategische Unterstützung der Produktionsketten von Produzenten von Mais und Bohnen" (PROMAF) Hybridsaatgut verteilt. "Wir haben mit Forschern aus der Schweiz gesprochen und sie berichteten uns, dass sie in diesem Saatgut Gensaatgut fanden.Diese Tatsache macht es wahrscheinlich, dass die Unternehmen selber die Kontrolle über das Hybridsaatgut verloren haben und das in Mexiko in den Saatgutpäckchen, die an die Produzenten verteilt werden, auch genetisch verändertes Saatgut enthalten ist. " Bauernlegen: Staat und Konzerne Hand in Hand Während die Regierung auf der Grundlage des als "Monsanto-Gesetz" titulierten "Gesetzes über die Biosicherheit" nun den Versuchsanbau legalisiert, verfolgt die Bundesbehörde für Umweltschutz (Profepa) die Bauern in den Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua, die Genmais illegal (bzw. in Unkenntnis) anbauen. Ihre Ernte werde zerstört, droht Profepa, Ursachenforschung steht nicht zu Debatte. Im September 2008 wurden in Chihuahua durch den Sanitärdienst für Phythogesundheit und Lebensmittelsicherheit erneut 70 Hektar Genmais entdeckt und 180 Proben gezogen. Im November unternahmen das Landwirtschaftsministerium und Profepa drei Inspektionen in der Region. Nachdem bislang der kommerzielle Anbau von Genmais nicht erlaubt ist, sind die Aussaaten der Bauern illegal. Die Bauern werden verfolgt und erhalten bereits Aufforderungen der Konzerne, Lizengebühren zu zahlen. Gleichwohl machen Umweltorganisationen Monsanto dafür verantwortlich, Genmais-Saatgut vermischt mit Hybridsaatgut an die Bauern zu verteilen. Deswegen haben sie eine Klage vor der trinationalen Kommission über Kooperation in Umweltfragen der Unterzeichnerstaaten des Freihandelsvertrages NAFTA (Kanada, USA, Mexiko) erhoben . Bereits im August 2004 veröffentlichte diese Kommission ihre Studie über die Folgen von Genmais in Mexiko ( "Mais und Biodiversität - Folgen von Genmais in Mexico"). Darin wurde dringend zu einem Importverbot von genmanipuliertem aussaatfähigem Mais nach Mexiko geraten und die Beibehaltung des Moratoriums gefordert. In Mexiko hat AGROBIO, ein Lobbyzusammenschluss der Agrokonzerne, seit Jahren mit viel Elan das Ziel verfolgt, das erwähnte Moratorium zu Fall zu bringen. Auch in Mexiko werden Ertragssteigerungen und ein geringerer Chemieeinsatz in der Maisproduktion versprochen -ungeachtet der Tatsache, dass es keine Studien aus den USA gibt, die dies nach Jahren der Genmais-Produktion nahelegen würde. Im Gegenteil: Das Aufkommen von resistenten Super-Unkäutern, die mit einem gesteigerten und besonders giftigen Chemiecocktail bekämpft werden müssen, wurde sogar in National Geographic (2008) dokumentiert. Mit besonders willigen – oder vielleicht auch willig gemachten Bauernorganisationen wurden Abkommen geschlossen, die Monsanto in den Besitz von lokalen Mais-Landrassenbringen. Zugleich wurden diese Bauern vorgeschoben, damit sie eine Freigabe des Genmaisanbaus fordern. Die Perspektivlosigkeit vieler mexikanischer Mais-Bauern hängt aber nicht von der Beschränkung des Genmaisanbau ab, sondern von der Agrarpolitik: Aufgrund der Vereinbarungen im Freihandelsvertrag NAFTA kam es zu massiven und zollfreien Importen von Mais aus den USA und die einheimischen Produzentenpreise für Mais sanken drastisch ab. Zugleich machte der Rückzug des Staates aus den bisherigen Aufkaufstellen für landwirtschaftliche Produkte und Importe den Maisimport endgültig zum Spekulationsobjekt der großen Getreidekonzerne wie Cargill, Pilgrims Pride, usw., die beidseitig der mexikanisch-amerikanischen Grenze agieren. Die "Tortillakrise" Anfang 2007 war dabei im Wesentlichen der Spekulation aufgrund gestiegener Maispreise in den USA durch die Nachfrage nach Biosprit geschuldet. Dies wird aber zum Vorwand genommen, eine Forschungsnotwendigkeit zu begründen und den baldigen kommerziellen Genmais-Anbau in Mexiko zu fordern. Auch in Informationen, die in Deutschland verbreitet werden ( vgl. Infodienst DNR vom 16.03.2009, Agrar heute) Die vor allem indigenen Organisationen in Mexiko, die sich seit Jahren um die Beibehaltung des Moratoriums und die Beseitigung der Kontamination einsetzen und für die das Kulturgut Mais mehr istals nur ein agroindustriell herzustellendes Produkt , sehen sich erneut in ihren RECHTEN missachtet. Sie fordern dringend eine internationale Unterstützung und internationale Proteste ein, da die mexikanische Regierung keinerlei Anzeichen macht, ihre Besorgnisse ernst zu nehmen. Dabei ist besonders das "Netzwerk zur Verteidigung des Mais" (Red de defensa del maiz) aktiv. Dieses ist ein Zusammenschluss von indigenen Organisationen, Nichtregierungs-Organisationen und Bauerninitiativen, darunter das Zentrum für den Wandel in der mexikanischen Landwirtschaft (CECCAM) oder die indianische Organisation der Dorfgemeinden aus dem Juarez-Gebirge im Bundesstaat Oaxaca (UNOSJO).
Entre Campos – Zwischen Land und Leuten
Quelle: Bioland BW
Agro-Gentechnik verursacht mehr Kosten als NutzenBÖLW stellt Schadensbericht vor: Agro-Gentechnik verursacht mehr Kosten als Nutzen Berlin, 20.03.2009 Der in Berlin vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vorgestellte Gentechnik-Schadensbericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen Schäden in Höhe von einigen Milliarden US Dollar, die bei Mais und Reis durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten verursacht wurden. Die allenfalls geringen Kostenvorteile beim Anbau der Gen-Saaten rechnen sich auch in der Landwirtschaft nur kurzfristig. Klare Gewinner des Einsatzes von genmanipulierten Saaten sind eine Handvoll Konzerne, allen voran Monsanto, die sich mit Patenten auf Saatgut hohe Gewinne sichern.
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, zieht Bilanz: "Profite aus der Agro-Gentechnik ziehen nicht die Landwirte oder Verbraucher - sie fallen allein bei den Saatgutkonzernen an. Es ist nicht einzusehen, warum diese Unternehmen durch Gesetze vor einer umfassenden Haftung geschützt werden und Gen-Saaten bei der Zulassung nur völlig unzureichend auf Umweltschäden und ökonomische Auswirkungen überprüft werden. Wir fordern die Verankerung einer umfassenden Verursacherhaftung und eine Reform des EU-Zulassungsverfahrens. Angesichts solcher Zustände muss Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Anbau stoppen und sich dem Ansinnen der EU-Kommission, jetzt weitere Genmais-Sorten zu zulassen, widersetzen."
Christoph Then, der als unabhängiger und kritischer Experte die Studie miterstellte, erläutert: "Insgesamt belaufen sich die Schäden durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten sowie die Kosten für die notwendige Warentrennung auf etliche Mrd. US Dollar. Gleichzeitig zeigen verschiedene Studien zur Wirtschaftlichkeit des Anbaus, dass Landwirte nur in Ausnahmefällen unter eng begrenzten Bedingungen die Mehrkosten für das gentechnische Saatgut wieder einspielen können. Das gilt auch für Deutschland und auch nur dann, wenn die Koexistenzaufwendungen auf andere abgewälzt werden." Er ergänzt: "Gentechnik verteuert Saatgut enorm, bei Gen-Saaten steigen die Saatgutpreise weitaus schneller als bei herkömmlichen Kulturen, ohne dass sich der Ertrag entsprechend steigert."
Ergänzt wurden diese Aussagen durch Stefan Rother, Frosta AG und Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller: "Unsere Kunden erwarten natürliche Produkte, die ohne Gentechnik hergestellt werden. Dem wollen und müssen wir als Unternehmen nachkommen. Der unzulängliche Ordnungsrahmen im Bereich Gentechnik führt dazu, dass mittelständische Unternehmen die Risiken und Kosten tragen müssen, die durch den Einsatz der Gentechnik verursacht werden, obwohl wir sie nicht wollen."
Der Bericht wurde mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Ökologie & Landbau erstellt und ist auf www.boelw.de verfügbar.
ARGENTINIEN: Kranke Dörfer - Gesundheitskrise durch herbizidintensive SojaproduktionIPS - 05.03.2009 ARGENTINIEN: Kranke Dörfer - Gesundheitskrise durch herbizidintensive Sojaproduktion
Von Marcela Valente Buenos Aires, 5. März (IPS) - In Argentinien ist das Leben auf dem Land eine gesundheitsgefährliche Angelegenheit geworden. Dies gilt vor allem für die Regionen, in denen das Hauptexportgut Soja in großem Stil angebaut wird. Dort fürchten sich die Menschen vor Krankheit und Tod, die die monokulturelle Landwirtschaft in Form von Pestiziden mit sich bringt. Soja wächst inzwischen auf 55 Prozent des argentinischen Agrarlands. In der zentralen Provinz Córdoba sogar auf 80 Prozent. 200 Millionen Liter Glyphosat werden jährlich auf den Feldern versprüht, die 48 Millionen Tonnen Soja für den Export nach China und Indien hervorbringen. Das Unkrautvernichtungsmittel bewirkt eine gesundheitliche Katastrophe, wie der jüngste Bericht der Nichtregierungsorganisation 'Grupo de Reflexión Rural' (GRR) belegt. Krebs in jungen Jahren, Missbildungen, Autoimmunkrankheiten wie Lupus, Nierenleiden, Atemwegs- und Hautkrankheiten sind in Dutzenden Ortschaften des südamerikanischen Landes auf dem Vormarsch. Das Problem sei gravierend, sagt die Landwirtin Alida Gallardo, die in Trenque Lauquen in der Provinz Buenos Aires im mittleren Osten organischen Landbau betreibt. Agrargift frisch auf den Tisch Wie die Ökobäuerin berichtet, waren vor drei Jahren Glyphosat-Wolken auf ihren Feldern niedergegangen und hatten die gesamte Ernte unbrauchbar gemacht. Auch wenn der Einsatz der Agrarchemikalie inzwischen in Buenos Aires stärker kontrolliert wird, gelangt es in anderen Teilen des Landes doch noch immer unerwünscht auf die Felder. "Die Menschen müssen endlich begreifen, dass sie es sind, die am Ende die Zeche zahlen", sagt Gallardo. Die hohe Nachfrage in Asien haben der argentinischen Sojaproduktion seit Mitte der 90er Jahre einen unerhörten Auftrieb beschert - auf Kosten der Nahrungsmittelvielfalt, der Viehzucht, der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Der GRR-Studie ''Stoppt das Ausräuchern' ('Paren de fumigar') zufolge werden kleine Familienbetriebe in den Sojaanbauregionen von riesigen Monokulturen umzingelt, mit Glyphosat besprüht und häufig zum Aufgeben gezwungen. Glyphosat wird unter dem Markennamen 'Roundup' vom Biotechnologiekonzern 'Monsanto' vertrieben, der das Produkt in Kombination mit seinem 'Roundup Ready'-Soja anbietet. Dem Multi zufolge ist Glyphosat bei richtiger Anwendung für die menschliche Gesundheit unbedenklich. Zum Einsatz kommt der Wirkstoff nicht nur in der Soja-Produktion. In Kolumbien wird er dazu verwendet, illegale Kokasträucher zu vernichten. Die Menschen in den betroffenen Regionen und ecuadorianische Bauern, die an der Grenze leben, wehren sich seit Jahren verzweifelt dagegen, dass der Glyphosatregen auch auf reguläre Felder niedergeht, die Ernten vernichtet und ihre Gesundheit gefährdet. Justiz wird aktiv In Argentinien hat GRR Glyphosatopfern geholfen, gegen das Totalherbizid vor Gericht zu ziehen. Ende 2008 verfügte ein Richter, den Einsatz des Wirkstoffs in der Nähe von Dörfern und Wohngebieten vorläufig zu stoppen. Langfristig will die GRR erreichen, dass der Verkauf und der Einsatz landesweit verboten wird. Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Fern ndez hat inzwischen die Einrichtung einer Untersuchungskommission angeordnet, die unter anderem Entschädigungsmöglichkeiten prüfen soll. Nach Ansicht des Landwirts Omar Barzeta vom Agrarverband der Provinz Santa Fe ließen sich die Probleme mit Glyphosat problemlos lösen, würden die bestehenden Gesetze umgesetzt. Schon jetzt sei es verboten, Agrarchemikalien in bewohnten Gebieten auszubringen. Doch für den GRR-Anwalt Osvaldo Fornari ist es damit nicht getan. Die Verseuchung sei die Folge einer verheerenden Exportpolitik, die auf dem intensiven Sojaanbau beruhe, argumentiert er. "Die Sojafelder sind grüne Wüsten, die Arbeitsplätze vernichten und ländliche Gebiete entvölkern." Eine Untersuchung des Garibaldi-Krankenhauses in der Stadt Rosario in der Provinz Santa Fe bringt Hoden- und Magenkrebserkrankungen in sechs Dörfern mit dem Herbizid in Verbindung. Die Krankheitsrate liegt um das Dreifache über dem nationalen Durchschnitt. Auch Leberkrebs tritt dort zehnmal häufiger auf, Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs werden doppelt so diagnostiziert. In vielen Dörfern von Buenos Aires, der zentralargentinischen Provinz Córdoba und den beiden Provinzen Entre Ríos und Santa Fe im Nordosten verlangen immer mehr Menschen Pufferzonen zum Schutz vor dem krank machenden Glyphosatregen. (Ende/IPS/kb/2009) Links: http://www.ipsenespanol.net/nota.asp?idnews=91388
======================================== Quelle: DNR Redaktionsbüro Fachverteiler
Anbauverbot für MON 810-MaisBetreff: PM BÖLW begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltministerrates in Brüssel: Anbauverbot für MON 810-Mais in Deutschland muss jetzt folgen BÖLW begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltministerrates in Brüssel: Anbauverbot für MON 810-Mais in Deutschland muss jetzt folgen Berlin, 02.03.2009 Der EU-Umweltministerrat hat sich heute mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für das Selbstbestimmungsrecht Ungarns und Österreichs beim Verbot des Anbaus von MON 810 ausgesprochen. "Damit ist die Kommission zum dritten Mal mit ihrem unsäglichen Versuch gescheitert, ein nationales Anbauverbot zu kippen, das durch wissenschaftliche Erkenntnisse gut begründet ist." sagte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). "Wir freuen uns, dass Umweltminister Sigmar Gabriel auch die Stimme Deutschlands gegen den Kommissionsantrag eingesetzt hat." Dies sei eine richtige Entscheidung im Interesse der Umwelt, der Landwirte und der Verbraucher. Denn nun sei zu erwarten, dass auch bei der Abstimmung über die Anbauverbote in den anderen EU-Staaten - Frankreich, Polen und Griechenland - die Kommission unterliegen werde. "Landwirtschaftministerin Ilse Aigner muss jetzt mit ihrer Ankündigung Ernst machen und die nötigen Schritte zum Verbot des Anbaus von MON 810 auch in Deutschland unternehmen.", forderte Löwenstein. "Das darf aber nicht nach der Seehofer-Methode erfolgen, sondern muss rechtzeitig vor der Aussaat geschehen!" Seehofer hatte 2007 den Anbau zwar kurzzeitig untersagt, was allerdings wirkungslos blieb, da das Verbot just ein paar Tage nach der Aussaat erfolgte. Löwenstein erinnerte daran, dass die Zulassung von MON 810 schon seit zwei Jahren ausgelaufen sei. Die für Zulassungsfragen zuständige EU-Behörde EFSA soll nach dem Willen von Kommission und EU-Mitgliedsstaaten reformiert werden, da sie die Gen-Pflanzen nur unzureichend prüfe. Er appelliert an die Bundesregierung, vor diesem Hintergrund auch die jetzt anstehenden Zulassungen zweier neuer Gentechnik-Maissorten abzulehnen.
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) 10117 Berlin
Etappensieg für gentechnikfreie LandwirtschaftPRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen > > NR. 0191 > Datum: 2. März 2009 > > EU-Entscheidung zu Gen-Mais: Etappensieg für gentechnikfreie Landwirtschaft > > Anlässlich der heutigen Entscheidung des Rates der EU-Umweltminister gegen > die > Aufhebung von nationalen Anbauverboten der genmanipulierten Maissorte MON > 810 > erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und > Verbraucherfragen: > > Zu der Entscheidung des EU-Umweltminsterrates gab es angesichts der Risiken > der > Genmais-Sorte MON 810 und der Ablehnung von Gentechnik durch die große > Mehrheit > der Bevölkerung keine Alternative. Mit einer Enthaltung Deutschlands zum > Vorschlag der Kommission hätten Gabriel und insbesondere die federführende > Ministerin Aigner sich angesichts von Wahlkampfversprechungen für ein > Verbot von > MON 810 und eines gentechnikfreien Bayerns komplett unglaubwürdig gemacht. > > Wir fordern die Bundesregierung aktuell in einem namentlich abzustimmenden > Bundestagsantrag auf, den Anbau von Gen-Mais zu stoppen, nicht nur in > Deutschland, sondern auch in der EU. > > Bereits zweimal - 2005 dank der grünen Ministerin Künast - und 2007 hat der > Rat > der EU-Umweltminister den Vorschlag zum nationalen Einfuhrverbot von MON > 810 mit > einer ZweidrittelMehrheit der Stimmen zurückgewiesen. > > MON 810 hat seit einem Jahr keine Zulassung mehr und darf nur deswegen noch > angebaut werden, weil die EU-Kommission über eine Verlängerung der > Zulassung > noch nicht entschieden hat. Die EFSA (Europäische Behörde für > Lebensmittel-sicherheit) verzögert eine Entscheidung über die Neuzulassung, > nachdem laut Beschluss des Europäischen Rates der Umweltminister die > Zulassungskriterien für die Genmaissorte deutlich verschärft werden müssen. > > > (c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen > > Pressestelle > 11011 Berlin > > T: 030 / 227 - 5 72 12 > F: 030 / 227 - 5 69 62 > http://www.gruene-bundestag.de > eMail: presse (at) gruene-bundestag.de
Genmais - Anbauverbote in Österreich und Ungran bleiben bestehen!Betreff: Genmais - Anbauverbote in Österreich und Ungran bleiben bestehen! > Council rejects Commission proposal to waive GMO bans in Hungary and > Austria!
> > > Mit 282 von 345 Stimmen haben die Mitgliedsstaaten sich gegen das Votum der > Kommission gestellt, die die Aufhebung der Anbauverbote durchsetzen wollte. > 255 wären nötig gewesen. > > Nur UK, NL, Finnland und Schweden haben für die Aufhebung gestimmt, D > offenbar dagegen. > > Great news from Brussles: The Council of Environment Minister has just > rejected the EU Commissions proposal to waive the bans of Austria and > Hungary on Monsanto's Mon 810. > > A bold majority of 282 votes has voted against the forced waiving of the > national bans! The qualified majority needed was 255 out of 345 votes. > Only UK, Netherlands, Finland and Sweden have apparently voted in favour of > the Commission. > > http://video.consilium.europa.eu > > Foundation on Future Farming > Marienstr.19-20, D-10117 Berlin, Germany, Tel +49 30 27590309 > www.gmo-free-regions.org +++ www.saveourseeds.org
Deutschland muss Position beziehenBetreff: Pressemitteilung zu GVO-Abstimmungen: Deutschland muss Position beziehen Presseerklärung von Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf Vizepräsident des Agrarausschusses im EP Zu Gentechnik Brüssel, den 26. Februar 2009 Deutschland muss Position beziehen EU-UmweltministerInnen stimmen am kommenden Montag zu GVO-Anbauverboten in Ungarn und Österreich ab - Deutschland muss die Selbstbestimmung der Länder unterstützen In Ungarn, Österreich, Frankreich und Griechenland ist der Anbau von gentechnisch verändertem MON 810 Mais verboten. Die EU-Kommission will die vier Mitgliedstaaten nun zwingen, den Anbau des Gentech-Maises wieder zuzulassen. Abstimmen werden über die Aufhebung der Anbauverbote (zunächst derer in Ungarn und Österreich) am kommenden Montag die EU-UmweltministerInnen. Nur eine Zweidrittel-Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission kann dessen Umsetzung stoppen. "Umweltminister Gabriel sagt zwar, er wäre persönlich gegen den Vorschlag der Kommission, sei jedoch an Weisung aus dem Kanzleramt gebunden", so Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Abgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament. "Kein Minister und keine Ministerin in Merkels Kabinett hat sich bisher öffentlich für die Aufhebung des Anbauverbotes ausgesprochen. Zudem hat Deutschland 2006 und 2007 bereits zweimal gegen die Aufhebung dieser Anbauverbote gestimmt. Niemand wird den zuständigen Minister Gabriel (SPD) und Aigner (CSU) abnehmen, dass sie nicht anders konnten, falls Deutschland sich am Montag der Stimme enthält und dadurch faktisch für den Zwangsanbau von Mon 810 in Österreich und Ungarn stimmt. Und wie will Frau Aigner glaubwürdig das von ihr angekündigte Verbot von Mon 810 in Deutschland umsetzen, wenn sie gleichzeitig die Verbote in den Nachbarstaaten aufhebt?" "Die Bundeskanzlerin sowie Forschungsministerin Schavan, die sich angeblich gegen ein deutsches Nein ausgesprochen haben, sollten sich fragen, ob es dem Ansehen der Europäischen Union zuträglich ist, wenn der Einsatz der Gentechnik gegen den Willen der Bevölkerung und der jeweiligen Regierungen in Ungarn, Österreich, Griechenland und Frankreich per Erlass aus Brüssel erzwungen wird", erklärt Graefe zu Baringdorf, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament. Bei einer Vorabstimmung im Regelungsausschuss der EU über die Zulassung zweier neuer Gentechnik-Sorten zum Anbau verließ der Vertreter Deutschlands dem Vernehmen nach den Saal, um an der Abstimmung überhaupt nicht teilzunehmen. "Während der Abstimmung auszutreten ist der Gipfel politischer Unglaubwürdigkeit, " kommentierte Graefe zu Baringdorf. "Das darf Herr Gabriel am Montag nicht wiederholen: Deutschland hat in der Abstimmung des Ministerrates ein erhebliches Stimmgewicht und muss sich klar für die Souveränität der Staaten aussprechen, den Gentech-Anbau auf ihrem Gebiet zu untersagen. Heimlich durchwurschteln gilt nicht."
Weitere Informationen: Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Agrarbüro: Antje Kölling Tel. +32-2-284-5154 , Fax +32-2-284-9154, Email: fgraefe (at) europarl.eu.int
Freisetzung von Pharma-Kartoffeln ist verantwortungslos !
Breites Bündnis fordert Verbot der Freisetzung
Berlin, 26.02.09: Auf breite Ablehnung und heftigen Widerstand stößt die geplante Freisetzung von gentechnisch veränderten Kartoffeln, darunter zwei Pharma-Kartoffeln, der Universität Rostock an den beiden Standorten Thulendorf (bei Klein Lüsewitz, Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Börde-Kreis, Sachsen-Anhalt). Heute endet die Einwendungsfrist gegen diesen Freisetzungsversuch. Bauernorganisationen, Saatgutzüchter und -erhalter, Umwelt- und Naturschutzverbände, Ärzte, Landwirte und Erzeugergemeinschaften haben in Kooperation mit einer Rechtsanwältin einen Einwand an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verfasst. Die SprecherInnen der Organisationen warnen: "Die geplante Freisetzung von Pharma-Kartoffeln in der freien Natur ist unverantwortlich. Einmal freigesetzt lassen sich gentechnisch veränderte Pflanzen in der Natur weder kontrollieren noch zurückholen. Wenn diese Pflanzen dann auch noch Pharmazeutika produzieren, muss ein Anbau im Freiland strikt untersagt werden, um eine Kontamination der Lebensmittelkette mit pharmakologisch wirksamen Stoffen zu verhindern. Selbst in Amerika sind Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pharma-Pflanzen höchst umstritten. Wir sehen Gefahren für Menschen, Tiere, Umwelt und fordern sowohl die Genehmigungsbehörde als auch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium auf, sich klar und deutlich gegen diesen hoch riskanten Freisetzungsversuch auszusprechen. In derartige Projekte sollten zudem keine öffentlichen Forschungsmittel fließen. Pharmapflanzen sind noch risikoreicher als die bekannten transgenen insekten- oder herbizidresistenten Pflanzen. Der Sachverständigenrat zu Umweltfragen (SRU) fordert deshalb in seinem Umweltgutachten 2004 eindeutig, dass der Anbau und die Freisetzung von Pharmapflanzen nur in abgeschlossenen Systemen (Containment) durchzuführen seien. Die Antragstellerin - die Universität Rostock - diskutiert noch nicht einmal, dass es hier Risiken geben kann. Dies halten wir für unwissenschaftlich und unseriös. Der geplante "Sicherheitsabstand" von 20 bzw. 50 Metern ist völlig unzureichend, bedenkt man, dass Insekten, die auch Kartoffelblüten besuchen, bis zu drei km fliegen. Außerdem ist lediglich in Thulendorf ein Wildzaun vorgesehen. Auch eine nur einjährige Nachkontrolle auf Durchwuchs ist nicht hinreichend, da letztendlich aus jedem Kartoffelauge eine neue Kartoffelpflanze entstehen kann. Ein Teil der Pharma-Kartoffeln soll in einem so genannten "Schaugarten" in Üplingen freigesetzt werden, in dem "Feldversuche zum Anfassen" stattfinden. Wie die Verschleppung der Pharma-Pflanzen bspw. durch Schulkinder oder andere Besucher verhindert werden soll, ist nicht beschrieben. Fraglich bleibt auch, warum die Pharmakartoffeln noch einmal freigesetzt werden sollen, kam doch die Universität bereits 2006 zum Schluss, dass der gebildete Impfstoff selbst bei deutlich erhöhten Mengengaben keinerlei Wirksamkeit besitzt. Zudem erhalten die gentechnisch veränderten Kartoffeln Resistenzgene gegen in der Tier- und Humanmedizin wichtige Antibiotika. Das Antibiotikum Kanamycin wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) als wichtiges Reserve-Antibiotikum eingestuft, Resistenzgene gegen dieses Antibiotikum dürfen deshalb nicht zusätzlich in die Umwelt bzw. auf den Acker gelangen." Die Einwendung ist ab dem 26.02.2009 auf folgenden Internetseiten einzusehen: www.abl-ev.de, www.gentechnikfreie-regionen@abl-ev.de, www.NABU.de/gentechnik, www.oekologischer-aerztebund.de V.i.S.d.P.: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Annemarie Volling, Heiligengeiststr. 28, 21335 Lüneburg, Tel: 04131/400720 AnsprechpartnerInnen in den Verbänden: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Annemarie Volling, Tel: 04131/400720, gentechnikfreie-regionen@abl-ev.de BUND, Dr. Martha Mertens, Tel: 089/5807693, Martha.Mertens@t-online.de Gen-ethisches Netzwerk e.V., Christof Potthof, mobil: 0163/2606359, christof.potthof@gen-ethisches-netzwerk.de Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Siegrid Herbst, Tel: 0511/924001837, gentechnikfreie-saat@gmx.de NABU, Dr.Steffi Ober, mobil: 0172/5254198, Steffi.Ober@nabu.de Ökologischer Ärztebund e.V., Angela von Beesten, Tel. 04267/1770, avonbeesten (at) dgn.de
gegen Mon 810 stimmen!Pressemitteilung vom 27. Februar 2009 Deutschland muss auf EU-Ebene gegen Mon 810 stimmen Berlin: In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der deutschen Regierung eine klare Positionierung gegen den Anbau des Gentechnik-Maises Mon 810 gefordert. Wenn am kommenden Montag der EU-Umweltministerrat über die Aufhebung der nationalen Anbauverbote des Monsanto-Maises in Ungarn und Österreich abstimme, werde sich nach Auffassung des BUND zeigen, ob die Bekenntnisse deutscher Regierungsvertreter für eine gentechnikfreie Landwirtschaft mehr als nur schöne Worte seien. An der Brüsseler Abstimmung wird Umweltminister Sigmar Gabriel teilnehmen. In dem Brief an Merkel warnt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, eine Aufhebung des Anbauverbotes in Ungarn und Österreich wäre "eine Missachtung der großen Mehrheit der Bevölkerung in der EU, die gentechnikfreie Lebensmittel verlangt. Sowohl die Regierungen als auch die Bevölkerung beider Länder würden eine Unterstützung Deutschlands für die Aufhebung ihrer Anbauverbote als Affront werten. Entscheiden Sie dabei auch im Sinne der Mehrheit in Deutschland, die Gentechnik auf dem Acker und Teller ablehnt." In der zurückliegenden Woche hatten sowohl Agrarministerin Ilse Aigner als auch Gabriel ihre ablehnende Haltung gegenüber einem Anbau von Mon 810 in Deutschland deutlich werden lassen. Nur wenn auf europäischer Ebene eine qualifizierte Mehrheit für ein Anbauverbot zustande kommt, bleibt die Aussaat dieses Maises in Ungarn und Österreich verboten. Dazu sind jedoch die Stimmen Deutschlands erforderlich. Nach BUND-Informationen drückt sich die Bundesregierung bei diesem Thema bisher um eine Entscheidung, weil zwischen Forschungsministerin Annette Schavan und Bundeskanzlerin Merkel einerseits und Aigner und Gabriel andererseits Uneinigkeit besteht. Erstere gelten als eher "gentechnikfreundlich" und wollen das Anbauverbot kippen. Eine Enthaltung Deutschlands bei der Brüsseler Abstimmung würde als "Ja" gelten und eine Aufhebung des Verbots wahrscheinlicher machen. Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des BUND: "Eine Verlängerung der Genehmigung für Mon 810, die nach EU-Recht alle zehn Jahre ansteht, ist seit 2008 überfällig. Solange das Wiederzulassungsverfahren nicht abgeschlossen ist, ist auch die Unbedenklichkeit des Gentech-Maises für Mensch und Umwelt nicht bestätigt. Außer Ungarn und Österreich haben auch Griechenland und Frankreich den Anbau des Mon 810 unter Berufung auf die Schutzklausel der EU-Freisetzungsrichtlinie untersagt. Ein de-facto-Anbauverbot für diesen Gentech-Mais besteht ebenso in Italien und Polen. Das alles zeigt, wie groß der Widerstand der Europäer gegen den bedenklichen Monsanto-Mais bereits ist." Hier finden Sie den Offenen Brief des BUND an Bundeskanzlerin Merkel zum Mon 810-Anbauverbot http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/gentechnik/20090227_gentechnik_mon810_merkel_offener_brief.pdf Pressekontakt: Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456, Mobil 0179-8138088 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-425, Fax: 440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net
Betreff: BMU Pressedienst Nr. 056/09 -- Umwelt/Gentechnik
> BMU-Pressedienst Nr. 056/09 - Umwelt/Gentechnik > Berlin, 20. Februar 2009 > > Umwelt/Gentechnik > Gabriel unterstützt Aigners Kurs bei grüner Gentechnik > "Vorläufige Auflagen für Anbau von Genmais MON 810 überprüfen" > > Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat begrüßt, dass Verbraucherschutz- > ministerin Aigner angekündigt hat, erneut ein Verbot des Genmais MON810 zu > prüfen. "Frau Aigner bewegt sich im Rahmen dessen, was sich die Koalition > vorgenommen hat. Anders als die Forschungspolitiker der CDU glauben machen > wollen, ist keine Anwendung der grünen Gentechnik um jeden Preis vereinbart > worden. Vielmehr soll der vorsorgende Schutz von Mensch und Umwelt auch bei > der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft oberste Priorität > behalten." > > Nachdem eine Neuzulassung der gentechnisch veränderten Maissorte bislang > nicht erfolgt ist, haben zahlreiche EU-Länder, darunter Frankreich, so > genannte nationale Schutzklauseln für sich in Anspruch genommen und den > Anbau des Genmais in ihren Ländern verboten. "Viele Länder folgen dem > Vorsorgegrundsatz und wollen den Genmais solange nicht mehr anbauen, bis > durch eine Neuzulassung alle ökologischen und gesund-heitlichen > Auswirkungen umfassend neu bewertet wurden. Diesen besonnenen Weg unserer > Nachbarn sollten wir auch einschlagen", erklärte Gabriel. Er fügte hinzu: " > Anders als ihr Vorgänger Seehofer, der das Aussaatverbot für den Genmais > MON810 im letzten Jahr zwar publikumswirksam, aber leider erst nach dem > Aussaattermin erlassen hatte, wäre es sinnvoll, wenn Frau Aigner in diesem > Jahr ihre Prüfung abschließen würde, bevor die Gensaat im Boden ist". > > Auch wenn zwischen den EU-Mitgliedstaaten das Thema sehr kontrovers > diskutiert wurde und wird, haben sich die Umweltminister der EU aber > bereits beim Umweltrat am 4. Dezember 2008 auf Schlussfolgerungen in diesem > Sinne geeinigt. So sollen die Umweltrisikobewertung und Monitoring- > Regelungen in den Zulassungsverfahren gestärkt und dabei die > Mitgliedstaaten stärker eingebunden werden. Um Gebiete mit besonderer > Bedeutung für die biologische Vielfalt oder im Hinblick auf besondere > landwirtschaftliche Praktiken vor negativen Einflüssen gentechnisch > veränderter Pflanzen zu bewahren, sollen die Mitgliedstaaten > Nutzungsbeschränkungen bis hin zu Anbauverboten erlassen können. > Voraussetzung hierfür sind entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse und > Auflagen in EU-weiten Zulassungen. > > In Kürze stehen in Brüssel in den entsprechenden Räten und Ausschüssen > mehrere Entscheidun-gen zur Gentechnik an. Die Kommission fordert > verschiedene Mitgliedstaaten auf, ihre befristeten Verwendungsverbote des > einzigen EU-weit zum Anbau zugelassenen Gentechnik-Mais MON 810 aufzuheben. > Diese Maislinie darf in der EU allerdings nach wie vor nur auf der > Grundlage einer Altzulassung angebaut werden. Das Verfahren zur > Neuzulassung einschließlich einer neuen Risikobewertung läuft bereits seit > über einem Jahr. Gleichzeitig hat die Kommission Vorschläge zur Zulassung > des Anbaus mehrer gentechnisch veränderter Maislinien vorgelegt, die einen > ähnlichen Wirkstoff enthalten wie MON 810. > > Gabriel: "Hier hat Frau Aigner also die Gelegenheit, ihren Kurs in die Tat > umzusetzen. Ihre Bereitschaft zum Handeln kann sie insbesondere bei der > Überprüfung der in Deutschland vorläufig geltenden Monitoringauflagen für > den Anbau von MON 810 zeigen." > > > --------------------------------------------------------------- > Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin > Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich) > Tobias Dünow, Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer > Tel.: 030 / 18 305-2010. Fax: 030 / 18 305-2016 > E-Mail: presse (at) bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse
Gentechnik-ZwangGentechnik-Zwang aus Brüssel: die Verantwortliche heißt Annette Schavan
Berlin, 27.02.2009. Am Montag, 2. März 2009 fällt in Brüssel eine folgenschwere Entscheidung. Im dritten Anlauf wird die Europäische Kommission versuchen, Ungarn zu zwingen, ein Anbauverbot für den umstrittenen Gentechnik-Mais der Firma Monsanto "MON810" aufzuheben. Das Vorhaben der Kommission kann durch das Votum des Umwelt-Ministerrats verhindert werden. Dabei ist die Haltung Deutschlands von entscheidender Bedeutung. "Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) haben sich für ein Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedsstaaten ausgesprochen. Torpediert wird die Haltung durch Forschungsministerin Annette Schavan (CDU). Damit wäre Frau Schavan dafür verantwortlich, wenn sich Deutschland bei der Abstimmung in Brüssel enthält, und in der Folge die Rechte der Mitgliedsstaaten auf Selbstbestimmung beim Gentechnikanbau wegfallen", erläutert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).
Ungarn hat - ebenso wie Frankreich, Griechenland, Polen und Österreich - den Anbau der einzigen in Europa zugelassenen Genmais-Sorte untersagt, weil wissenschaftliche Studien zunehmend deutlich machen, dass von ihr ein Risiko auf Umwelt und Gesundheit ausgeht. "Dass die Kommission diese Länder - zuerst nun Ungarn und dann die anderen - zwingen will, ihre Anbauverbote aufzuheben, ist angesichts der Faktenlage ein Skandal", meint Löwenstein.
· MON810 hat seit über einem Jahr keine Zulassung mehr und dürfte nur deshalb weiter angebaut werden, weil die Kommission über den Verlängerungsantrag von Monsanto noch nicht entschieden hat. · Eine neue Zulassung wurde noch nicht ausgesprochen, weil die für die Sicherheitsbewertung zuständige Behörde EFSA (European Food Safety Authority) noch kein Gutachten dazu abgeliefert hat. · Die EFSA ihrerseits steht mit ihren Einschätzungen in erheblicher Kritik. Der für diese Fragen zuständige Europäische Rat der Umweltminister hat am 2.12.2008 einstimmig beschlossen, dass die Kriterien für die Zulassung deutlich verschärft werden müssen. · Schon zweimal hat der Ministerrat die Aufhebungs-Anordnung der Kommission mit "qualifizierter Mehrheit" (zur Ablehnung eines Kommissionsantrages braucht es 2/3 der Stimmen) abgelehnt. Der erneute Anlauf dürfte auf Druck von Monsanto und der USA-Administration zustande gekommen sein. · Bundesministerin Ilse Aigner hat öffentlich erklärt, dass sie - ebenso wie Umweltminister Sigmar Gabriel - gegen die Kommission stimmen möchte. Wenn es jetzt dennoch zu einer Enthaltung des deutschen Stimmführers kommt, dann ist klar, an wem das liegt: an der Forschungsministerin Annette Schavan. Angesichts der Mehrheitenlage im Ministerrat würde Deutschlands Enthaltung wie ein "Ja" wirken.
Löwenstein verwies auf einen gemeinsamen Brief der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände, die Schavan eindringlich auffordern, sich der Haltung ihrer Kabinettskollegen anzuschließen und dem Drängen der Kommission zu widerstehen.
http://www.boelw.de/pm+M5d9e6da5953.html
Kommentar Gabriel zu EU-Umweltministerrat/ Gen-PflanzenHier Auszüge aus dem Statement von Sigmar Gabriel, das er in Brüssel vor > der Presse gegeben hat: > > "Es gibt in Deutschland eine Debatte über die Möglichkeit, gentechnikfreie > Regionen zu schaffen. Meine Kollegin, Landwirtschaftsministerin Aigner, hat > diese Debatte in der Nachfolge von Herr Seehofer bekommen. Ich kann mir > nicht ernsthaft vorstellen, dass wir in Deutschland über gentechnikfreie > Regionen sprechen, aber gentechnikfreie Mitgliedsstaaten in der EU nicht > zulassen. Ich wollte mit meinem Abstimmungsverhalten also auch der Kollegin > Aigner Spielraum in der notwendigen Debatte in Deutschland verschaffen. > > Einen weiteren Grund erläutere ich Ihnen in aller Offenheit: Ich kann den > gesellschaftlichen Mehrwert der Genprodukte von Monsanto nicht erkennen. > Ich sehe den nicht. Ich sehe allerdings, dass es einen betrieblichen > Mehrwert für Monsanto gibt. Allerdings werden die Bedingungen, unter denen > gentechnisch veränderte Produkte dieser Firma in den USA eingesetzt werden, > in Europa nirgendwo eingehalten ? zum Beispiel 800 Meter Abstand. > > Und dass diese Firma ein Produkt hat, bei dem sie Landwirte in Abhängigkeit > zwingt, das scheint mir auf der Hand zu liegen. > Denn die Produkte dieser Firma haben selbst Resistenzen gegen > Pflanzenschutzmittel ? es sei denn, das Pflanzenschutzmittel kommt von > Monsanto. Also dass man eine Pflanze züchtet, die resistent ist außer gegen > ein Pflanzenschutzmittel, für das man selber das Patent besitzt, das finde > ich zwar eine intelligente Geschäftsidee, muss aber nicht zwingend einen > Umweltminister dazu bringen, diesem Geschäftsmodell zum Durchbruch zu > verhelfen. > > Ich kann nicht erkennen, warum wir den Interessen eines einzigen US- > Konzerns folgen und damit die Mitgliedstaaten und die Bürgerinnen und > Bürger gegen uns aufbringen sollten. Ich glaube übrigens nicht, dass bei so > großen Sorgen in der Bevölkerung gegen gentechnisch veränderte Produkte im > umgekehrten Fall eine amerikanische Regierung sich so ins Zeug legen würde, > ein europäisches Präparat auf den amerikanischen Markt zu bringen. Man > stelle sich vor, diese Debatte um Gentechnik-Produkte gäbe es in den USA, > und die einzige Firma, die ein Interesse daran hätte, dieses Präparat > dorthin zu verkaufen, wäre eine europäische: Ich möchte einmal wissen, ob > der amerikanische Kongress sich derart ins Zeug legen würde zur Verfolgung > europäischer Wirtschaftsinteressen eines einzelnen Unternehmens, wie es > jetzt die EU-Kommission zur Verfolgung der Wirtschaftsinteressen eines > amerikanischen Unternehmens tut ? gegen die großen Sorgen bei uns in der > Bevölkerung.?
Appell an die BundesregierungNaturland Länderversammlungen appellieren an Bundesregierung > > Öko-Bauern fordern Gen-Mais Verbot in Deutschland > > Gräfelfing - Die Naturland Länderversammlungen in Hessen und Nordrhein- > Westfalen haben gestern die Bundesregierung aufgerufen, jetzt den Gen-Mais > MON 810 auch in Deutschland zu verbieten. Am Montag hatte der > Umweltministerrat in Brüssel mit Zweidrittelmehrheit entschieden, das > Anbauverbot für MON 810 in Österreich und Ungarn nicht aufzuheben. "Jetzt > ist Deutschland an der Reihe, um das größte Freiluftexperiment mit > ungewissem Ausgang noch rechtzeitig zu stoppen", fordert Hans Hohenester, > Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender. "Eine glaubwürdige Umwelt- und > Verbraucherpolitik verlangt nach dem Nein im Umweltministerrat von > Umweltminister Gabriel Konsequenzen bei der Zulassung von Agro-Gentechnik > in den Regionen", ergänzten die Naturland Landesvorsitzenden von Nordrhein- > Westfalen und Hessen, Johannes Röbbecke-Niermann und Christoph Förster. > > Chance für Europa nutzen > Die europäischen Länder Österreich, Ungarn, Frankreich und Griechenland > haben vorgemacht, welcher Handlungsspielraum innerhalb der EU besteht, um > den Umwelt- und Verbraucherschutz ernst zu nehmen. Alle diese Länder > verbieten den Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810, der durch > den Einbau eines Bakterien-Gens (Bacillus thuringiensis, Bt) gegen den > Schädling Maiszünsler immun sein soll. Die Widersprüchlichkeit > verschiedener Gutachten belegt, dass es keine Unbedenklichkeitserklärung > für > den Gen-Mais gibt. Einmal in die Umwelt entlassene gentechnisch veränderte > Organismen (GVO) können nicht mehr zurückgeholt werden. Die Auswirkungen > auf andere Tiere und Pflanzen sowie Bodenlebewesen sind bisher nicht > abschätzbar. Hersteller des Gen-Mais-Saatgutes ist Monsanto, der mit Agro- > Gentechnik, Saatgut und Pestiziden seine Milliardenumsätze sichert. MON 810 > > ist die bisher einzige zugelassene GV-Pflanze in Europa. Schließen sich > noch mehr europäische Länder dem Anbauverbot an, so könnte Europa die > Chance > nutzen als gentechnik freie Region Zukunftsmärkte zu sichern. > > Zukunft der Landwirtschaft > Die Bedrohung der europäischen ökologischen Landwirtschaft durch die Agro- > Gentechnik könnte durch die Umweltministerratsentscheidung geringer werden. > > Öko-Landwirte verzichten auf Agro-Gentechnik und arbeiten mit detaillierten > > Fruchtfolgen, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen und den Schädlingsbefall > > im Vorfeld zu minimieren. Der Weltagrarrat (IAASTD) hatte bereits im > letzten Jahr veröffentlichten Agrarbericht zusammen gefasst, dass zur > Lösung > der globalen Probleme in der Landwirtschaft die Agro-Gentechnik keinen > Beitrag leisten kann. > > Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000 > > Bauern und über 400 Herstellern als Naturland Partner einer der größten > ökologischen Anbauverbände. > > Presse Info ¨ 2.700 Zeichen ¨ Verantwortlich: Steffen Reese ¨ Naturland - > Verband für ökologischen Landbau e.V. ¨ Kleinhaderner Weg 1 ¨ 82166 > Gräfelfing ¨ Tel.: 089-898082-31 ¨ Fax: 089-898082-90 ¨ > naturland (at) naturland.de ¨ www.naturland.de
Langsam scheinen Sie es zu kapieren, aber Vorsicht, zwischen dem was Sie wollen oder sagen und dem was Sie dann machen!
Betreff: BMU Pressedienst Nr. 056/09 -- Umwelt/Gentechnik
> > BMU-Pressedienst Nr. 056/09 - Umwelt/Gentechnik > Berlin, 20. Februar 2009 > > Umwelt/Gentechnik > Gabriel unterstützt Aigners Kurs bei grüner Gentechnik > "Vorläufige Auflagen für Anbau von Genmais MON 810 überprüfen" > > Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat begrüßt, dass Verbraucherschutz- > ministerin Aigner angekündigt hat, erneut ein Verbot des Genmais MON810 zu > prüfen. "Frau Aigner bewegt sich im Rahmen dessen, was sich die Koalition > vorgenommen hat. Anders als die Forschungspolitiker der CDU glauben machen > wollen, ist keine Anwendung der grünen Gentechnik um jeden Preis vereinbart > worden. Vielmehr soll der vorsorgende Schutz von Mensch und Umwelt auch bei > der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft oberste Priorität > behalten." > > Nachdem eine Neuzulassung der gentechnisch veränderten Maissorte bislang > nicht erfolgt ist, haben zahlreiche EU-Länder, darunter Frankreich, so > genannte nationale Schutzklauseln für sich in Anspruch genommen und den > Anbau des Genmais in ihren Ländern verboten. "Viele Länder folgen dem > Vorsorgegrundsatz und wollen den Genmais solange nicht mehr anbauen, bis > durch eine Neuzulassung alle ökologischen und gesund-heitlichen > Auswirkungen umfassend neu bewertet wurden. Diesen besonnenen Weg unserer > Nachbarn sollten wir auch einschlagen", erklärte Gabriel. Er fügte hinzu: " > Anders als ihr Vorgänger Seehofer, der das Aussaatverbot für den Genmais > MON810 im letzten Jahr zwar publikumswirksam, aber leider erst nach dem > Aussaattermin erlassen hatte, wäre es sinnvoll, wenn Frau Aigner in diesem > Jahr ihre Prüfung abschließen würde, bevor die Gensaat im Boden ist". > > Auch wenn zwischen den EU-Mitgliedstaaten das Thema sehr kontrovers > diskutiert wurde und wird, haben sich die Umweltminister der EU aber > bereits beim Umweltrat am 4. Dezember 2008 auf Schlussfolgerungen in diesem > Sinne geeinigt. So sollen die Umweltrisikobewertung und Monitoring- > Regelungen in den Zulassungsverfahren gestärkt und dabei die > Mitgliedstaaten stärker eingebunden werden. Um Gebiete mit besonderer > Bedeutung für die biologische Vielfalt oder im Hinblick auf besondere > landwirtschaftliche Praktiken vor negativen Einflüssen gentechnisch > veränderter Pflanzen zu bewahren, sollen die Mitgliedstaaten > Nutzungsbeschränkungen bis hin zu Anbauverboten erlassen können. > Voraussetzung hierfür sind entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse und > Auflagen in EU-weiten Zulassungen. > > In Kürze stehen in Brüssel in den entsprechenden Räten und Ausschüssen > mehrere Entscheidun-gen zur Gentechnik an. Die Kommission fordert > verschiedene Mitgliedstaaten auf, ihre befristeten Verwendungsverbote des > einzigen EU-weit zum Anbau zugelassenen Gentechnik-Mais MON 810 aufzuheben. > Diese Maislinie darf in der EU allerdings nach wie vor nur auf der > Grundlage einer Altzulassung angebaut werden. Das Verfahren zur > Neuzulassung einschließlich einer neuen Risikobewertung läuft bereits seit > über einem Jahr. Gleichzeitig hat die Kommission Vorschläge zur Zulassung > des Anbaus mehrer gentechnisch veränderter Maislinien vorgelegt, die einen > ähnlichen Wirkstoff enthalten wie MON 810. > > Gabriel: "Hier hat Frau Aigner also die Gelegenheit, ihren Kurs in die Tat > umzusetzen. Ihre Bereitschaft zum Handeln kann sie insbesondere bei der > Überprüfung der in Deutschland vorläufig geltenden Monitoringauflagen für > den Anbau von MON 810 zeigen." > > > --------------------------------------------------------------- > Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin > Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich) > Tobias Dünow, Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer > Tel.: 030 / 18 305-2010. Fax: 030 / 18 305-2016 > E-Mail: presse (at) bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse > ---------------------------------------------------------------
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Gentechnik-Alarm! Email-Aktion: Schreiben Sie an Aigner und Gabriel.> Liebe Freundinnen und Freunde, > > Es ist fünf vor zwölf bei der Agro-Gentechnik in Brüssel. Die EU-Kommission > und die interessierten Unternehmen haben eine massive Attacke auf die > Gentechnikfreiheit in Europa gestartet: Erstmals seit 1998 sollen zwei neue > Gentechnikmais-Sorten (bt 11 von Sygenta und 1507 von Pioneer/DuPont) neu > zugelassen werden. Außerdem sollen die Regierungen von Ungarn, Österreich, > Frankreich und Griechenland gezwungen werden, ihre nationalen Verbote für > den Anbau der einzigen derzeit zugelassenen Gentechnik-Sorte, Mon 810, > aufzuheben. > ¨ Am kommenden Montag findet die erste Abstimmung im Ministerrat > statt: Werden die Verbote von Mon 810 in Österreich und Ungarn per Ukas > aus Brüssel aufgehoben oder nicht? > ¨ Danach stehen die Mon 810 Verbote in Frankreich und Griechenland zur > Abstimmung > ¨ Schließlich muss der Ministerrat entscheiden, ob erstmals wieder > zwei neue Gentechnik-Sorten zugelassen werden (Bt 11 und 1507) > > Wir bitten Sie deshalb, unseren zuständigen Ministern, Frau Ilse Aigner und > Herrn Sigmar Gabriel zu schreiben und Sie aufzufordern, gegen den > Zwangsanbau in anderen Ländern und gegen die Zulassung neuer > Gentechnik-Sorten zu stimmen. Bisher scheint es so als wolle sich die > Bundesregierung bei diesen Abstimmungen der Stimme enthalten. Das käme > allerdings einer Zustimmung gleich. Denn nur wenn die Vorschläge der > EU-Kommission mit zwei Dritteln der Stimmen im Ministerrat abgelehnt werden, > > treten sie nicht in Kraft. Die 29 Stimmen von Deutschland sind dabei > entscheidend. > > Den Brief an die Ministerin und den Minister können sie hier online > unterschreiben: > http://www.keine-gentechnik.de/gentechnik-alarm.html > Dort finden Sie auch nähere Informationen über die Hintergründe und den > aktuellen Stand der Dinge und können den Brief auch zum Ausdruck und > Sammeln > weiterer Unterschriften herunterladen. > > WIR BITTEN SIE, NOCH HEUTE AKTIV ZU WERDEN UND DIESEN BRIEF AUCH AN > MÖGLICHST VIELE FREUNDINNEN UND FREUNDE WEITERZULEITEN. > > Vielen Dank und herzliche, gentechnikfreie Grüsse! > > Benedikt Haerlin > Save Our Seeds > Marienstr.19-20, 10117 Berlin, Tel. 030 27590309, Email:
Stuttgart, 19.2.2009
Grüne begrüßen Ende der Gentechnik-Koexistenz-Versuche in Baden-Württemberg Bernd Murschel (Grüne): "Saulus Hauk soll zum Paulus Hauk werden" _________________________________________________________________________ Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg begrüßen, dass Minister Hauk die Koexistenzversuche zur Gentechnik einstellen wird. "Das ist eine echte Notbremse, nach dem Vorbild der Bayern, die kürzlich einen Stopp ihrer Gentechnikversuche angekündigt hatten", so der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Dr. Bernd Murschel. Konsequent und notwendig sei es nun, wie die Bayern auch die zweite Form von Gentechnik-Versuchen im Freiland, die sogenannten Sortenprüfungen im Auftrag des Bundessortenamtes in Ladenburg und in Rheinstetten, so schnell wie möglich einzustellen. Murschel: "Damit wäre Baden-Württemberg tatsächlich gentechnikfrei." Murschel fordert darüber hinaus, dass Minister Hauk endlich von seiner gentechnikfreundlichen Haltung abkehrt und sich zum aktiven Unterstützer für gentechnikfreie Regionen und gentechnikfreie Produkte einsetzt. "Wenn der Saulus Hauk zum Paulus Hauk wird, findet er sicherlich die große Zustimmung der großen Mehrheit aller Menschen im Land finden, da sind wir uns sicher."
Das Land Baden-Württemberg soll sich nach Ansicht von Murschel über seine Vertretungen in Berlin und in Brüssel aktiv dafür einsetzen, dass gentechnikfreie Produktion auch weltweit möglich ist und bleibt.
Wolfgang Schmitt Pressesprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Landtag Baden-Württemberg Konrad-Adenauer-Str. 3 70173 Stuttgart Fon: +49 711 2063-679
Ökolandbau muss gesichert werdenPressemitteilung vom 18. Februar 2009
Aigner muss Position gegen Gentechnik beziehen. Ökolandbau muss gesichert werden
Nürnberg/Berlin: Im Vorfeld der Weltmesse für Bioprodukte "Biofach" in Nürnberg hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von Bundesagrarministerin Ilse Aigner ein klares Bekenntnis für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik gefordert. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bedrohe den ökologischen Landbau durch Verunreinigungen und gefährde die Artenvielfalt. Der Gentech-Mais Mon 810 sei bereits in fünf EU-Ländern verboten worden, weil das darin enthaltene Insektizid auch nützliche Insekten wie Schmetterlinge gefährde. Aigner müsse dem folgen und sich auch in Deutschland für ein Verbot des Mon 810 aussprechen.
Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: "Agrarministerin Aigner muss endlich Farbe bekennen, ob sie es ernst meint mit dem Verbraucherschutz und sich konsequent für eine dauerhaft gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen. Deshalb muss sie in Brüssel gegen die Neuzulassung neuer Gentech-Maissorten zum Anbau sowie für die Aufrechterhaltung des Mon-810-Anbauverbots in Griechenland, Ungarn und Frankreich stimmen."
Auch die Chancen, mit einer verstärkten Förderung der ökologischen Landwirtschaft den Klima- und Artenschutz voranzubringen sowie den Einsatz von Agrargiften zu reduzieren, ignoriere Aigner bislang. Sie müsse auf EU-Ebene dafür sorgen, dass bei der künftigen Neuverteilung der 50 Milliarden Euro Agrarsubventionen vor allem die bäuerliche Landwirtschaft berücksichtigt werde.
Weiger: "Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in ökologischen Anbaumethoden, und die werden von bäuerlichen Betrieben bevorzugt. Die Förderung von agrarindustriellen Großbetrieben hingegen vernichtet seit Jahren regionale Arbeitsplätze. Frau Aigner sollte nicht medienwirksam Ökolandbaumessen eröffnen und sich beim Thema Gentechnik jede Option offenhalten. Ökolandbau sichern heißt Gentechnikfreiheit zu gewährleisten. Dazu muss sie auf der Biofach eindeutig Position beziehen. Der Ökolandbau braucht keine Charmeoffensive von Ministerin Aigner sondern klare Unterstützung und dauerhaften Schutz vor der Genmanipulation."
Pressekontakt: Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456, Mobil 0179-8138088 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464, Fax: 440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net
Lidl Schweiz ohne GentechnikLidl zieht es nun auch in die Schweiz - dort werden besondere Qualitätsanforderungen Beachtung finden. Unter anderen der Verzicht auf Gentechnik. Warum nicht in Deutschland? Aber lest selbst, hier der Ausschnitt aus der Lebensmittelzeitung vom 12. Februar 2009: "Der Start von Lidl in der Schweiz steht unmittelbar bevor. "Freuen Sie sich auf den Frühling" heißt es auf den Plakaten, mit denen Lidl die Schweizer Kunden auf den Markteintritt des Discounters vorbereitet. [...]
Lidl wird voraussichtlich mit mehr als 20 Märkten mit einem Sortiment von 1 800 Artikeln das Geschäft aufnehmen. Dabei bemüht sich der Discounter kritische Bedenken der Schweizer anzusprechen.
Dafür hat Lidl sogar eigens eine sogenannte "Suisse Garantie" abgegeben. Diese Artikel wurden in der Schweiz hergestellt.
Der Produktionsprozess sei umweltschonend und die Produkte garantiert Gentechnik-frei, so das Versprechen des Discounters. Die angebotenen Eigenmarken unterscheiden sich zum Teil von denen, die aus Deutschland bekannt sind. [...]" Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel: Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe
Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel: Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen?
Berlin, 13.02.2009 Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten ("Bt 11" und "1507") durch die EU zu beziehen.
Gleichzeitig geht es um die bislang als einzige Gentechnikpflanze in der EU zugelassene Maissorte MON 810. Mehrere Mitgliedsstaaten der EU haben ihr wegen wissenschaftlich begründeter Bedenken die Anbaugenehmigung verweigert. Sie sollen nun von der EU gezwungen werden, den Anbau trotzdem zu erlauben. Auch hier verlangen die Verbände von den federführenden Ministerien, im jeweiligen Ministerrat gegen die Ansinnen der Kommission zu stimmen.
Die Verbände kündigen an, die Antwort auf ihre konkrete Anfrage so zu kommunizieren, dass die Bürger bei den anstehenden Wahlen zu Europaparlament und Bundestag wissen, ob die CSU sich an ihre im bayerischen Landtagswahlkampf gegebenen Versprechen hält und ob die Umweltpolitik der SPD den selbst gesetzten Ansprüchen genügt.
Rückfragen zu den anliegenden Offenen Briefen können an die einzelnen Verbände gerichtet werden, die sie unterzeichnet haben. Im Brief selbst sind zwei Kontakt-Telefonnummern angegeben.
AgrarBündnis, Friedrich von Homeyer und Heidrun Betz Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Georg Janßen Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU), Dr. Thomas Schaack Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V., Dr. Alexander Beck Biokreis e.V., Niko Gottschaller Bioland e.V., Thomas Dosch Biopark e.V., Dr. Delia Micklich Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Annemarie Volling Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V., Dr. Felix Prinz zu Löwenstein Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Prof. Dr. Hubert Weiger Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum, Anke Fischbock Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel e.V., Harald Wurm Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V., Elke Röder Demeter e.V., Stephan Illi Deutsche Apitherapie Bund e.V., Dr. med. Stefan Stangaciu Deutscher Naturschutzring, Hubert Weinzierl EuroNatur Stiftung, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann Gäa e.V. - Nordost - Verbund Ökohöfe, Regina Witt Gäa - Vereinigung ökologischer Landbau, Kornelie Blumenschein Gen-ethisches Netzwerk e.V., Christof Potthof Greenpeace e.V., Roland Hipp Grüne Liga e.V., Klaus Schlüter IG Nachbau, Georg Janßen Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, Thomas Sannmann Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Siegrid Herbst Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V., Monica Kleiser Koordination Gentechnikfreie Regionen in Deutschland, Annemarie Volling Naturland e.V., Steffen Reese Naturschutzbund Deutschland e.V., Leif Miller Neuland e.V., Jochen Dettmer Ökologischer Ärztebund e.V., Angela von Beesten Umweltinstitut München e.V., Harald Nestler Verband der Biosupermärkte, Michael Radau Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Benedikt Haerlin
Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.
Quelle: AHGZ Nr. 48. 29.11.2008, Seite 17
Helmut Roleder, Botschafter der Eurotoques-Stiftung live in der Landesschau Baden-WürttembergWerte Geschäftspartner, liebe Freunde!
Am kommenden Mittwoch, den 12. September 2007, gibt es für uns ein besonderes Highlight im Fernsehen:
Helmut Roleder ist live zu Gast in der "Landesschau Baden-Württemberg"! Die Sendung wird von 18.45 Uhr bis 19.45 im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Das Gespräch mit Helmut Roleder, in dem es hauptsächlich um die Geschichte des neuen Erfolgsbuches "was männer lieben" (von Helmut Roleder und Peter Döring) und die Frage "Was macht Torwartlegende Helmut Roleder eigentlich heute..?" gehen wird, findet in der zweiten Hälfte der Sendung statt.
Wenn Sie Lust und Laune haben, schalten Sie doch ein!
In diesem Sinne mit ganz herzlichen und "unterhaltsamen" Grüßen
Simone Zipperle
PS: Mehr Informationen zum Thema "was männer lieben" und Helmut Roleder finden Sie unter www.helmut-roleder-business.de
Simone Zipperle Geschäftsleitung twice as good agentur für musikmanagement und eventplanung Würmtalstraße 5 75233 Tiefenbronn Fon 07234/948271 und 949037 Fax 07234/948272 und 949038 Mobil 0172/7126521 Zipperle@Helmut-Roleder-Business.de
Katharina Krüger Sieger des REWE-Deutschland-Pokal 200703.03.2007 gvnet Infodienst - Germany ... Jury unter dem Vorsitz von Siegfried Schaber, Ehrenpräsident des VKD, der diesmal ua auch Euro-Toques Präsident Ernst-Ulrich Schassberger angehörte. Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen Familienkochbuch von Euro-Toques- Chefkoch WitzigmannWillkommen bei Euro-Toques Chef Marc FrühaufEuro-Toques Jahreskongress International 2006
EURO-TOQUES JAHRESKONGRESS INTERNATIONAL Dienstag, 28. März 2006 in Monster, Niederlande
Das aktuelle Programm & Anmelde-Formular für Euro-Toques Chefköche kann hier heruntergeladen werden.
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